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Jugendliche mit Handy

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    Kriminalstatistik fürs Allgäu: Anstieg bei Sexualdelikten

    Sexualstraftaten haben im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West deutlich zugenommen. 42 Prozent mehr Delikte gab es in diesem Bereich gegenüber dem Vorjahr. Das hat vor allem mit den Inhalten zu tun, die Jugendliche auf dem Handy haben.

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    Von
    • Christoph Scheule
    • Andreas Herz

    Die Anzahl der Sexualstraftaten ist im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West gegenüber 2019 deutlich gestiegen. 42 Prozent mehr Delikte in diesem Bereich gab es 2020 gegenüber dem Vorjahr. Das gab das Polizeipräsidium in Kempten bei der Vorlage der Kriminalstatistik 2020 heute bekannt.

    Die starke Steigerung ist dabei fast überwiegend in dem sorglosen Umgang von Jugendlichen mit dem Laden und Verbreiten von kinderpornografischen Bildern begründet, so der Leitende Kriminaldirektor Michael Haber.

    Eltern und Schule sind gefordert

    Hier seien Eltern und Schule gefordert, die Jugendlichen auf die Tragweite des Tuns hinzuweisen und auch auf die Möglichkeit, dass Messenger-Dienste oftmals Bilder automatisch auf dem Handy speichern, was dann bereits einen Straftatbestand darstellt. Generell verzeichnet die Internetkriminalität weiter eine Steigerung. Hier dürften die Corona-Lockdowns und der damit verbundene verstärkte Einkauf im Internet mit verantwortlich sein.

    Positiv hat sich Corona aber offenbar auf die Zahl der Einbrüche ausgewirkt, die gingen um 16,4 Prozent zurück. Verstärktes Homeoffice, keine langen Urlaubsreisen und die Grenzkontrollen werden als mögliche Gründe genannt. "Dadurch bestand ein viel höheres Entdeckungsrisiko für die Einbrecher", so Haber.

    Das Allgäu ist eine der sichersten Regionen

    Generell sei der Bereich des Polizeipräsidiums Süd/West eine der sichersten Regionen in Bayern und ganz Deutschland, so Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner. Besonders stolz ist man auf die Aufklärungsquote von 74 Prozent, die noch nie so hoch war und im Bayern- (68,1 Prozent) und Deutschlandvergleich (57,5 Prozent) eine Spitzenstellung einnimmt.

    Insgesamt gab es 2020 39.636 Straftaten im Bereich des Polizeipräsidiums Süd/West. Die Mehrzahl wurde dabei von deutschen Staatsbürgern begangen. Zieht man die Verstöße gegen das Ausländerrecht wie illegale Einreise etc. ab, sind 31,8 Prozent aller Tatverdächtigen Nichtdeutsche.

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