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Kriegsdoku von Regisseur aus Dinkelscherben feiert Weltpremiere | BR24

© Michael Kalb

Mehr als 30 Weltkriegs-Zeitzeugen hat Filmemacher Michael Kalb besucht. Hier lässt er sich alte Fotos der 1927 geborenen Kordula Hartl zeigen.

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    Kriegsdoku von Regisseur aus Dinkelscherben feiert Weltpremiere

    Michael Kalb ist 1989 geboren – Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Zeit interessiert den Filmemacher trotzdem. Mehr noch: Die Erinnerungen der Zeitzeugen. Kalb hat im Kreis Augsburg eine Doku gedreht, die jetzt Premiere feiert.

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    Ein über 90-jähriger Mann ist den Tränen nahe – bei der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg. Im Volkssturm musste er damals einen deutschen Fahnenflüchtigen erschießen. Erlebnisse, die bis heute nachwirken und Erlebnisse, die der junge Regisseur Michael Kalb aus Dinkelscherben dokumentiert hat. Für seinen Film "Die letzten Zeitzeugen" besuchte er 37 Menschen aus dem Landkreis Augsburg, die meisten von ihnen vor 1930 geboren.

    Doku über Kriegserlebnisse von Zeitzeugen aus Schwaben

    In den Gesprächen ist der 1989 geborene Filmemacher der Frage nachgegangen, was der Krieg und die NS-Zeit für die Menschen bedeuten, die sie erleben mussten. Kalbs Beobachtung: Die Generation leidet immer noch unter den Kriegserlebnissen. Der Regisseur hofft, dass sein Film die Zuschauer zum Nachdenken bringt und sie die Parallelen zur Gegenwart erkennen: Auch heute gebe es Flüchtlinge, auch heute zündelten führende Politiker weltweit und setzten auf Populismus, so Kalb im Gespräch mit dem BR-Studio Schwaben.

    Weltpremiere in Augsburger Kino

    Die 85-minütige Dokumentation "Die letzten Zeitzeugen" feiert ihre Weltpremiere in Augsburg: Am Sonntag, den 19. Januar, wird sie um elf Uhr im Mephisto-Kino gezeigt. Zum 75. Jahrestag des Kriegsendes im kommenden Mai wird der Film dann im BR-Fernsehen ausgestrahlt. Der BR ist Co-Produzent der Doku.

    Sendung

    Mittags in Schwaben

    Von
    • Susanne Hofmann
    • Bettina Ahne
    • Johanna Kempter
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