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Sowohl in Hof als auch in Selb ist die Anzahl der Feuerbestattungen zuletzt angestiegen.

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    Krematorien in Hof und Selb: Doppelte Arbeitszeit wegen Corona

    Die Mitarbeiter der Krematorien in Hof und Selb müssen Nachtschichten einlegen. Vor allem wegen Corona gibt es bis zu 40 Prozent mehr Feuerbestattungen. In Hof steht auf dem Friedhofsgelände inzwischen ein Kühlcontainer.

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    Von
    • Annerose Zuber

    Die Regionen Hof und Wunsiedel sind momentan stark von Corona betroffen: Die hohen Inzidenzwerte wirken sich auch auf die Situation in den Friedhöfen aus. In den beiden Krematorien in Hof und Selb gibt es seit November zwischen 30 und 40 Prozent mehr Feuerbestattungen als noch Ende 2019.

    Mehr Arbeit, aber keine Überlastung in den Krematorien

    Auf BR-Anfrage erklären Verantwortliche in den beiden Einrichtungen die Zunahme vor allem durch Todesfälle in Zusammenhang mit Corona-Infektionen. Überlastet seien die beiden Krematorien allerdings nicht, betonen die Verantwortlichen. Durch Überstunden und Nachtschichten kann der Anstieg an Feuerbestattungen momentan noch bewältigt werden. Statt normalerweise acht Stunden seien die Krematorien in Selb und Hof momentan 16 Stunden in Betrieb.

    "Infektiös": Hof stellt Kühlcontainer für Verstorbene auf

    In Hof wurde außerdem Ende Dezember vergangenen Jahres ein Kühlcontainer aufgestellt. Hier werden Tote untergebracht, die in Verbindung mit dem Coronavirus verstorben sind. Ab Mitte Dezember stand in Hof bei bis zu 25 Prozent der Verstorbenen auf der Todesbescheinigung "infektiös", so die Pressestelle im Hofer Rathaus.

    Kühlcontainer auch in anderen Kommunen

    In Bayern stehen bisher unter anderem in Coburg, Nürnberg und Herrsching am Ammersee ebenfalls Kühlcontainer auf den Friedhöfen. Während in Herrsching der Kühlcontainer bisher als Vorsorge-Maßnahme installiert, aber noch nicht genutzt wird, sind am Süd- und Westfriedhof in Nürnberg die Kühl-Container bereits im Einsatz. Auch in Coburg ist die Lage im Krematorium angespannt. Dort sei man jedoch in der Lage, die Leichname der Verstorbenen binnen drei Tagen zu kremieren, teilte der Sprecher der Stadt dem BR mit.

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