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Krankenstand in bayerischen Pflegeheimen auf Rekordniveau | BR24

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Bildrechte: Holger Hollemann/dpa

Symbolbild Pflege in einem Heim - Pflegekraft schiebt Rollstuhl durch Gang

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    Krankenstand in bayerischen Pflegeheimen auf Rekordniveau

    Die Beschäftigten in bayerischen Pflegeheimen sind vergangenes Jahr so oft krank geschrieben gewesen wie noch nie. Nach Daten der AOK Bayern waren sie durchschnittlich an 6,8 Prozent der Kalendertage arbeitsunfähig. Das ist überdurchschnittlich oft.

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    Laut der AOK lag der Krankenstand in den Pflegeberufen damit im letzen Jahr um rund die Hälfte höher als im Schnitt aller Beschäftigten in Bayern. Die AOK beobachtet auch einen deutlichen Anstieg der Krankschreibungen in den letzten Jahren: Von 2009 bis 2017 ist der Krankenstand in der Pflege um fast ein Viertel gestiegen, während er insgesamt im Freistaat nur geringfügig angewachsen ist, auf zuletzt 4,7 Prozent. 

    Sehr oft sind es "Rücken"oder psychische Probleme

    Neben Erkältungskrankheiten wurden Pflegekräfte demnach besonders oft wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen krank geschrieben, wie etwa Rückenproblemen. Eine Erklärung dafür liege darin, dass Pfleger oft im Stehen arbeiten und regelmäßig schwer heben und tragen müssen. Auch psychische Probleme führen in der Pflege deutlich öfter zu Krankschreibungen als in der gesamten Wirtschaft. 

    Chronische Unterbesetzung auf Stationen

    Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe sieht einen Hauptgrund für den hohen Krankenstand in ungenügenden Arbeitsbedingungen. "Die chronische Unterbesetzung gefährdet die Patientenversorgung und die Gesundheit der Pflegenden", sagte eine Sprecherin. 

    Die AOK Bayern erklärte, sie wolle mit einem auf die Pflegebranche zugeschnittenen betrieblichen Gesundheitsmanagement dem Anstieg der Krankenstände entgegenwirken. Die Kasse habe vergangenes Jahr in 280 Pflegeheimen im Freistaat mit rund 20.000 Beschäftigten entsprechende Angebote organisiert.

    (Quelle: dpa/Nikolaus Nützel)