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Krankenkassen informieren Staatsanwaltschaft über ASB-Affäre | BR24

© picture-alliance/dpa

Der ASB soll über mehrere Jahre hinweg zu hohe Rechnungen an die Krankenkassen weitergegeben haben.

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Krankenkassen informieren Staatsanwaltschaft über ASB-Affäre

Im Fall mutmaßlich falscher Abrechnungen des Arbeiter-Samariter-Bundes Bayern (ASB) haben die Krankenkassen der Staatsanwaltschaft Unterlagen überlassen. Es steht der Vorwurf im Raum, der ASB habe zu Unrecht mehrere Millionen Euro bekommen.

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Die Krankenkassen sehen nach eigenen Ermittlungen einen "Anfangsverdacht auf strafbare Handlungen" im Zusammenhang mit Abrechnungen des Arbeiter-Samariter-Bundes Bayern (ASB), heißt es in einem Bericht der Nürnberger Nachrichten. Auf BR-Anfrage teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft mit, die Behörde prüfe die Vorwürfe. Dass Anzeige wegen Untreue und Betrug erstattet worden sei, wie es in dem Zeitungsartikel heißt, konnte die Sprecherin aber nicht bestätigen.

Zu Unrecht fünf Millionen Euro erhalten

Seit Anfang April steht der Vorwurf im Raum, der ASB habe durch manipulierte Rechnungen zu Unrecht mehrere Millionen Euro erhalten. Konkret seien Ausgaben abgerechnet worden, die es gar nicht gegeben haben soll, darunter Personalkosten, Schutzkleidung und Kfz-Treibstoff. Über mehrere Jahre sei so eine Summe von rund fünf Millionen Euro zusammengekommen. Die Nürnberger Nachrichten hatten damals berichtet, das Geld sei an zumindest einen der Hauptverantwortlichen geflossen.

ASB beauftragt Wirtschaftsprüfer

Der Landesvorsitzende der Hilfsorganisation, Hans-Ulrich Pfaffmann, hatte diese Vorwürfe stets entschieden zurückgewiesen. Von unrechtmäßigen Überschüssen könne nicht die Rede sein, sagte auch ASB-Landesgeschäftsführer Jarno Lang: "Mit den Kostenträgern im Rettungsdienst werden Budgets ausgehandelt. Sollten Überschüsse entstehen, fließen diese vertragsgemäß stets in andere rettungsdienstliche Leistungen wie zum Beispiel den Bevölkerungsschutz." Inzwischen hat der ASB eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft eingeschaltet, um die Vorwürfe zu entkräften.

© BR

Der Arbeiter-Samariterbund Bayern mit Sitz in Erlangen will dazu ein unabhängige Wirtschaftsprüfer beauftragen.