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Bildrechte: Landkreis Hof

Hofs Landrat Oliver Bär schätzt die aktuelle Lage zu den geplanten Höllentalbrücken ein.

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Kosten und Preise: Pläne zu Höllentalbrücken werfen Fragen auf

Die Pläne für die weltweit längste Hängebrücke für Fußgänger schreiten voran. Frühestens 2022 könnte im Landkreis Hof mit dem Bau begonnen werden. Über die Höhe des Eintrittspreises für den erhofften Tourismusmagneten wurde schon jetzt spekuliert.

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Von
  • Annerose Zuber
  • BR24 Redaktion

Der Landkreis Hof hält am Bau der weltweit längsten Fußgängerbrücken übers Höllental im Frankenwald fest. Und dass, obwohl die Kreisverwaltung momentan noch nicht sagen kann, wie sich die weltweit gestiegenen Rohstoff- und Baukosten auf das umstrittene Tourismusprojekt auswirken. Das wurde bei einer Sitzung des Kreisausschusses deutlich.

Höllentalbrücken: Grüne fordern coronabedingte "Denkpause"

Die letzte Kostenschätzung von März 2019 liegt bei 23 Millionen Euro. Die Grünen-Kreistagsfraktion hatte bei der jüngsten Sitzung erneut vorgeschlagen, bei den Frankenwald-Brücken eine "Denkpause" von ein bis fünf Jahren einzulegen. Als Grund dafür gab sie die unsichere Finanzlage angesichts der Corona-Pandemie an. Unterstützung von den anderen Fraktionen gab es für den Grünen-Vorschlag allerdings keine.

Freistaat trägt Teil der Kosten für Brücken im Frankenwald

Die Kreisverwaltung betonte unterdessen, dass die Staatsregierung einen Zuschuss von 80 Prozent der förderfähigen Kosten zugesagt habe. Landrat Oliver Bär (CSU) rechnet damit, dass im Lauf des Jahres die endgültige Bauleitplanung fertiggestellt werden kann. Dann habe man auch einen genaueren Überblick über die Kosten und können auch über Einsparungsmöglichkeiten nachdenken, so Bär im BR-Gespräch.

Eintrittspreise sollen laufende Kosten decken

Als Eintrittspreis wurden nun erstmals 15 Euro pro Besucher genannt. Bei geschätzten 200.000 Besuchern im Jahr könnte man mit Gesamteinnahmen von 2,5 Millionen Euro die Kosten für den laufenden Betrieb pro Jahr ausgleichen, so Stefan Krippendorf aus dem Hofer Landratsamt: "Die Eintrittspreise sind die Stellschraube, damit wir auf Null oder sogar auf schwarze Zahlen kommen."

Hof hofft auf Tourismus-Zulauf

Der Baubeginn für die zwei geplanten Brücken ist für 2022 oder 2023 vorgesehen. Die beiden bis zu 1.000 Meter langen Hängebrücken zwischen Lichtenberg und Issigau könnten dann 2024 oder 2025 eröffnet werden, so die aktuelle Planung. Der Lichtenberger Bürgermeister Kristan von Waldenfels (CSU) sieht schon jetzt eine große Wirkung des Brückenprojekts für den Tourismus: Es gebe bereits "überwältigende Anfragen" von Investoren aus ganz Deutschland und Österreich für Gastronomie und Hotellerie.

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