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Korruptionsprozess II: Urteil gegen Immobilienmanager erwartet | BR24

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Ein Immobilienmanager aus Erlangen soll 2014 versucht haben, mit einer Wahlkampfspende den damaligen Regensburger SPD-OB-Kandidaten Joachim Wolbergs zu bestechen. In dem Prozess wird jetzt ein Urteil erwartet, von dem Signalwirkung ausgehen könnte.

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Korruptionsprozess II: Urteil gegen Immobilienmanager erwartet

Ein Immobilienmanager aus Erlangen soll 2014 versucht haben, mit einer Wahlkampfspende den damaligen Regensburger SPD-OB-Kandidaten Joachim Wolbergs zu bestechen. In dem Prozess wird jetzt ein Urteil erwartet, von dem Signalwirkung ausgehen könnte.

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In der Regensburger Korruptionsaffäre wird am Freitag ein weiteres Urteil erwartet. Die Staatsanwaltschaft wirft einem Immobilienmanager aus Erlangen vor, 2014 mit einer Wahlkampfspende den damaligen SPD-Oberbürgermeisterkandidaten Joachim Wolbergs bestochen zu haben.

Anklage: Mehr Fläche für ein Nahversorgungszentrum

Im Mittelpunkt steht eine E-Mail aus Jahr 2014. Darin bittet der angeklagte Immobilienmanager seine damalige Firma, 5.000 Euro an den SPD-Ortsverein von Joachim Wolbergs zu spenden. Im Zusammenhang mit einem Bauprojekt im Osten von Regensburg heißt es darin wörtlich: "Würden Sie das bitte veranlassen. Ich habe die Spende zugesagt. Damit der zweite Bauabschnitt und die Bücherei kommen."

Laut Anklage wollte die Firma mehr Fläche für ein Nahversorgungszentrum. Da die Spende kurz vor der OB-Stichwahl 2014 auch überwiesen wurde, sieht die Staatsanwaltschaft darin ein Indiz, dass der ehemalige Geschäftsführer Wolbergs bestochen haben könnte. Sie verlangt daher eine Geldstrafe.

Verteidigung: "Keine Diensthandlung Wolbergs"

Die Verteidigung des gelernten Betriebswirts streitet den Vorwurf der Bestechung ab und fordert Freispruch. Der Anwalt des Mannes verweist darauf, dass es nach der Spende keine konkrete Diensthandlung Wolbergs' gegeben habe.

Das Verfahren wurde vom derzeit laufenden zweiten Prozess gegen Wolbergs abgetrennt. Von dem Urteil könnte trotzdem eine Signalwirkung ausgehen: Die Kammer, die das Urteil fällt, verhandelt beide Prozesse.

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