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Kormorane fressen die Isar leer | BR24

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Kormorane fressen die Isar leer

Der Landesfischereiverband Bayern schlägt Alarm. Wegen des strengen Winters in diesem Jahr fressen die Kormorane die Isar regelrecht leer. Deshalb fordern die Fischer, dass die Vögel gezielt vergrämt oder abgeschossen werden. Von Thomas Schustereder

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Es ist ein klassischer Konflikt in Sachen Naturschutz. Sowohl der Kormoran als auch die Äsche gehören zu den streng geschützten Tierarten in Bayern. Dumm nur, dass die Äsche als Fisch zur Leibspeise des Kormoran gehört.

Und wenn, wie in diesem Winter, viele Weiher und Seen zugefroren sind, dann treffen sich die Kormorane in großen Gruppen an den noch offen Flüssen wie der Isar oder der Loisach und gehen dort auf Jagd. Zum Teil so erfolgreich, dass kaum mehr Fische übrigbleiben. Nach den Beobachtungen der Fischer im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sind die Einbußen an Barben, Nasen und vor allem an den vom Aussterben bedrohten Äschen teilweise fürchterlich.

Kormorane gefährden den Artenschutz - bei den Fischen

Besonders ärgerlich für die Fischer: Während sie immer wieder junge Äschen in der Isar und der Loisach aussetzen und selbst seit 15 Jahren keine Äsche mehr gefangen haben, machen die Kormorane als geschickte Jäger ihre Arbeit wieder weitgehend zunichte. Artenschwund nicht ohne Grund.

Für Manfred Haff, den Vorsitzenden des Bezirksfischereivereins Bad Tölz, stimmt einfach das Verhältnis von Jägern und Beute nicht mehr.