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Im Centrum Bavaria Bohemia wurde die Absichtserklärung unterschrieben
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Autoren

Margit Ringer
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Im Centrum Bavaria Bohemia wurde die Absichtserklärung unterschrieben

Die Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tschechien soll nach dem Willen beider Regierungen weiter vertieft und institutionalisiert werden. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten jetzt Heimatminister Albert Füracker (CSU) und die tschechische Ministerin für Regionalentwicklung, Klara Dostalova, in Schönsee in der Oberpfalz. Zudem übergaben beide Politiker Förderbescheide für weitere gemeinsame sogenannte Leuchtturm-Projekte.

Erste "Leuchtturmprojekte" werden fortgeführt

Grundlage der Absichtserklärung ist ein Entwicklungsgutachten, das die Ministerien zusammen mit Wirtschaftskammern und Akteuren vor Ort im Jahr 2015 erstellt haben. Daraus sind erste Projekte entstanden, die nun weitergeführt werden - wie etwa Beratungsbüros für Unternehmen in Niederbayern und der Oberpfalz, um den gemeinsamen Arbeitsmarkt besser zu erschließen oder auch grenzüberschreitende Kulturprojekte wie das Archäo-Zentrum in Bärnau oder das Skilanglaufzentrum Silberhütte.

Herausforderung Sprache

Die Zusammenarbeit auf allen Ebenen soll nach Ansicht von Füracker genutzt werden, damit beide Seiten profitieren und "diese Region weiter blühen kann". Deshalb will man sich regelmäßig weiterhin zu Regional-Foren treffen, um miteinander zu sprechen und die Partnerschaft zu vertiefen. Die aktuellen Herausforderungen beider Seiten lägen im Fachkräftemangel und in der Sprache, so Füracker. Diese Themen müsse man weiterhin auf dem Schirm haben.

Vier Millionen Euro für neue Projekte

Insgesamt habe die Zusammenarbeit in den vergangenen 15 Jahren aber "riesige Fortschritte" gemacht, bilanzierte Füracker weiter. Mit den laufenden Leuchtturmprojekten sei genau das erreicht worden, was man sich vorgestellt habe. In die Projekte der nun gestarteten zweiten Förderrunde fließen knapp vier Millionen Euro. Dazu zählen unter anderem Beratungsbüros in Cham und Freyung, das Regionalmarketing Niederbayern-Forum, die Europaregion Donau-Moldau, die den grenzüberschreitenden ÖPNV verbessern will, oder auch das Centrum Bavaria Bohemia in Schönsee, das ab 2020 ein ganzjähriges Kulturprogramm "Kulturstadt Bayern-Böhmen" organisieren wird - unter anderem mit einer "Woche der Nachbarn", wie Schwandorfs Landrat Thomas Ebeling (CSU) verriet.