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Premium Aerotec

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    Konzernumbau Airbus: In Augsburg dürften 1.000 Jobs wegfallen

    Große Sorge in Augsburg: Der Flugzeugbauer Airbus will die Flugzeugstruktur-Montage in Europa neu aufstellen und Fertigungen neu vergeben. Der Tochter Premium Aerotec in Augsburg droht die Zerschlagung.

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    Von
    • Barbara Leinfelder

    Der geplante Konzernumbau bei Airbus könnte für das Airbus-Tochterunternehmen Premium Aerotec (PAG) die Zerschlagung bedeuten, befürchten Beobachter. Betroffen wäre davon neben Hamburg und Varel auch der Standort Augsburg mit bislang rund 3.100 Mitarbeitern. Mehr als 1.000 Jobs könnten in Augsburg betroffen sein von den Plänen, so befürchten Branchenkenner - sollte Airbus einzelne Unternehmensteile wirklich ausgliedern.

    Belegschaft wird heute informiert

    Am späten Mittwochabend hatte Airbus die Pläne bekannt gegeben. Heute Vormittag nun wollen in Augsburg der Betriebsrat und die IG Metall die Belegschaft im Augsburger Premium-Aerotec-Werk an der Haunstetter Straße über die aktuellen Pläne der Konzernspitze informieren.

    Drei neue Unternehmen geplant

    Geplant sind laut Konzernbetriebsrat Airbus zwei neue Unternehmen, mit Sitz in Frankreich und Deutschland, für die Flugzeugstruktur-Montage. Außerdem soll ein weiteres Unternehmen in Deutschland aufgebaut werden als Zulieferer für die Einzelteilfertigung.

    Teile des Augsburger Werks sollen ausgelagert werden

    Den Airbus-Plänen zufolge sollen konkret die PAG-Standorte in Nordenham, Bremen und Teile des Augsburger Werks sowie der Airbus-Standort Stade und die Strukturmontage in Hamburg in eine neue Gesellschaft ausgelagert werden. Das PAG-Werk 4 in Augsburg und der Standort Varel sollen überführt werden in eine eigene Gesellschaft für Einzelteilfertigung, so die IG Metall. Der Airbus-Konzernbetriebsrat hat noch am Abend schärfstens gegen die Pläne der Konzernleitung protestiert.

    Konzern-Umbau "keine Reaktion auf Corona"

    Laut Airbus sollen die neuen Unternehmen bereits am 1. Januar 2022 an den Start gehen. Die geplanten Änderungen seien zudem keine Reaktion auf die Corona-Pandemie, sondern "das Ergebnis einer strategischen Überprüfung", betont Airbus in einem Schreiben an die Mitarbeiter, das dem BR vorliegt.

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