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Medizinstudenten im Studium

Die ersten Studierenden des Medizincampus Oberfranken sollen bereits im Wintersemester 2019/2020 ihr Studium in Erlangen aufnehmen und zum Wintersemester 2021/2022 nach Bayreuth wechseln. Dort absolvieren sie dann den zweiten Abschnitt ihres Studiums. Das geht aus dem Bericht der jüngsten Kabinettssitzung in München hervor.

Medizin in Oberfranken studieren

Am Medizincampus Oberfranken sollen pro Jahr 100 Studienanfänger ausgebildet werden. "Auf das gesamte Studium der Humanmedizin gerechnet schafft der Medizincampus Oberfranken 600 zusätzliche Studienplätze", wird Wissenschaftsministerin Marion Kiechle (CSU) zitiert.

Ärztemangel auf dem Land bekämpfen

Mit diesem neuen Studienkonzept sollen der Ärztemangel auf dem Land bekämpft und neue Arbeitsplätze in Oberfranken geschaffen werden.

"Wer in Bayreuth studiert hat, wird mit höherer Wahrscheinlichkeit auch dort oder im Umland ärztlich tätig sein." Wissenschaftsministerin Marion Kiechle (CSU)

Zusammenarbeit zwischen Ober- und Mittelfranken

Beim Medizincampus Oberfranken arbeiten die Medizinische Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg, das Universitätsklinikum Erlangen, die Universität Bayreuth und das Klinikum Bayreuth zusammen. Es entstehen 30 neue klinische Professuren und zehn weitere sogenannte Profilprofessuren an der Uni Bayreuth. Diese werden stufenweise eingerichtet und sollen sich mit Themen wie "Public Health" oder "Big Data" beschäftigen.

Staatsregierung unterstützt Medizincampus Oberfranken finanziell

Die Bayerische Staatsregierung will pro Jahr 36 Millionen Euro in die Medizinerausbildung in Oberfranken investieren. Für den Bau von Lehr- und Forschungsgebäuden sind weitere 44 Millionen Euro eingeplant. Im Juni vergangenen Jahres hatte die bayerische Staatsregierung beschlossen, die Ausbildung von Ärzten in Oberfranken auszubauen. Die endgültige Entscheidung über das Konzept wird der Ministerrat im Februar 2019 treffen.