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Kontrovers-BayernTrend: CSU fällt auf 35 Prozent - SPD stürzt ab | BR24

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Sonntagsfrage im BayernTrend

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Kontrovers-BayernTrend: CSU fällt auf 35 Prozent - SPD stürzt ab

Neues Umfrage-Tief für CSU und SPD: Einen Monat vor der Landtagswahl in Bayern würden laut "Kontrovers"-BayernTrend nur noch 35 Prozent CSU wählen, die SPD sackt auf elf Prozent ab. In den Landtag könnten sieben Parteien einziehen.

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Die Talfahrt der CSU in Umfragen hält viereinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Bayern an: Wenn diesen Sonntag Wahl wäre, käme die CSU laut einer repräsentativen infratest-dimap-Umfrage des BR-Politikmagazins "Kontrovers" nur noch auf 35 Prozent. Das sind noch einmal drei Prozentpunkte weniger als vor zwei Monaten und damit ein weiterer historischer Tiefstand für die Christsozialen im BayernTrend. Eine absolute Mehrheit wie bei der Landtagswahl 2013, als die CSU auf 47,7 Prozent kam, scheint für die Partei somit in weiter Ferne.

SPD im Abwärtstrend

Die SPD kann von der Schwäche der CSU nicht profitieren und verliert der Umfrage zufolge weiter an Zustimmung. Aktuell kämen die Sozialdemokraten im Freistaat auf nur noch elf Prozent, zwei Punkte weniger als im Juli. Damit würde die SPD ihre Stellung als zweitstärkste politische Kraft in Bayern klar einbüßen - bei der Wahl 2013 hatten die Sozialdemokraten noch 20,6 Prozent der Stimmen erhalten.

Grüne und Freie Wähler legen zu, AfD verliert leicht

Neue Nummer zwei im Landtag wären laut "Kontrovers"-BayernTrend klar die Grünen, die gegenüber Juli einen Punkt auf 17 Prozent zulegen. Die Freien Wähler gewinnen zwei Prozentpunkte hinzu und ziehen mit der SPD gleich. Für die AfD geht es erstmals einen Punkt runter - ebenfalls auf elf Prozent.

Chancen für FDP und Linke

Die FDP kann weiter hoffen, nach fünf Jahren Unterbrechung wieder in den bayerischen Landtag einzuziehen: Die Liberalen liegen unverändert bei fünf Prozent. Erstmals in einem BayernTrend erreicht auch die Linke die Fünf-Prozent-Schwelle (plus ein Prozentpunkt).

Unübersichtliche Machtverhältnisse im Freistaat

Damit könnten dem Landtag statt bisher vier Parteien in der neuen Legislaturperiode bis zu sieben Fraktionen angehören. Wie 2008, als die CSU ein Bündnis mit der FDP schloss, müsste wieder eine Koalitionsregierung gebildet werden. Allerdings wäre die Ausgangslage deutlich schwieriger als vor zehn Jahren.

Eine Zwei-Parteien-Koalition könnte die CSU dem aktuellen "Kontovers"-BayernTrend nach nur mit den Grünen schmieden. Zwar lehnt Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Aussagen zu möglichen Bündnissen ab, gerade Schwarz-Grün schlossen andere führende CSU-Politiker aber aus. Somit bräuchten die Christsozialen bei einem solchen Wahlergebnis sogar zwei Koalitionspartner, um eine stabile Regierung auf die Beine zu stellen. Zugleich wäre - zumindest rechnerisch - auch eine Mehrheitsbildung gegen die CSU möglich.

Sympathie für Schwarz-Grün gestiegen

In der Bevölkerung ist die Zustimmung zu einer Koalition von CSU und Grünen gestiegen: 44 Prozent der Wähler befürworten ein solches Bündnis (+ 2), genauso viele wie eine Koalition von CSU und Freien Wählern (+ 1). Eine Neuauflage des schwarz-gelben Bündnisses von 2008 bewerten 36 Prozent positiv (+ 1), eine Alleinregierung der CSU 33 Prozent (+ 2). Eine Koalition von CSU und SPD spricht 32 Prozent an (+ 1).

Landtagswahl: Viele Wähler noch unentschlossen

Weiterhin können alle Parteien aber noch hoffen, im Wahlkampf-Endspurt bis zum 14. Oktober noch in der Wählergunst zuzulegen. Denn fast die Hälfte der Wähler hat sich noch nicht abschließend festgelegt: 45 Prozent schließen dem BayernTrend zufolge nicht aus, ihre aktuelle Parteipräferenz noch einmal zu ändern.

Für die repräsentative Umfrage des BR-Politikmagazins "Kontrovers" hat das Meinungsforschungsinstitut infratest dimap vom 5. bis 10. September 1.000 Wahlberechtigte telefonisch interviewt.

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BayernTrend und Wahlarena