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Kontakte, Handel, Sport: Die neuen Corona-Lockerungen in Bayern | BR24

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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Fabian Sommer

Bayern lockert ab Montag weiter: der Einzelhandel öffnet, zwei Haushalte können sich treffen und auch Sport im Freien geht wieder – aber alles unter Auflagen und nur bei bestimmten Inzidenzen. Hier der Überblick:

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Kontakte, Handel, Sport: Die neuen Corona-Lockerungen in Bayern

Bayern lockert ab Montag weiter: Der Einzelhandel öffnet, zwei Haushalte können sich treffen und auch Sport im Freien geht wieder – aber alles unter Auflagen und nur bei bestimmten Inzidenzen. Hier der Überblick:

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Von
  • Johannes Reichart
  • BR24 Redaktion

Neue Lockerungen treten zu diesem Wochenbeginn in Bayern in Kraft. So können sich ab heute wieder bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten privat treffen, Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt. In Regionen mit weniger als 35 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner dürfen sogar drei Haushalte mit insgesamt zehn Personen zusammenkommen.

Buchläden und Fahrschulen öffnen

Baumärkte und Gartencenter sind bereits seit einer Woche geöffnet. Unter strengen Auflagen dürfen nun auch Buchläden wieder öffnen, sowie Fahr- und Flugschulen. Anbieter sogenannter "körpernaher Dienstleistungen" wie z.B. Massagepraxen oder Tattoo-Studios müssen sich weiter gedulden. Dienstleistungen der nichtmedizinischen Fuß-, Hand-, Nagel- und Gesichtspflege dürfen dagegen wieder angeboten werden.

Inzidenz unter 50: Besuch ohne Anmeldung in Einzelhandel, Museen, und Tierparks

In Gegenden mit einer Inzidenz unter 50 können Geschäfte wieder öffnen. Als Ladengeschäft gilt dabei nicht nur der klassische Einzelhandel. Auch Handwerksbetriebe mit Publikumsverkehr dürfen öffnen, beispielsweise Uhrmacher, Schneidereien und Fotostudios. Pro zehn Quadratmeter Fläche darf nur ein Kunde in den Laden gelassen werden. Wichtig ist ein Mindestabstand von eineinhalb Metern zwischen den Kunden. Das Tragen von FFP2-Masken ist für die Kunden Pflicht.

Außerdem ist unter freiem Himmel wieder kontaktfreier Sport erlaubt - in kleinen Gruppen mit maximal zehn Personen. Sogenannter Kontaktsport wie etwa Fußball ist noch nicht möglich, auch die Fitnessstudio-Gänger müssen sich gedulden.

Auch Museen, Galerien, Zoos und Gedenkstätten können wieder Besucher einlassen. Es empfiehlt sich, sich vor dem Besuch über spezielle Regelungen der jeweiligen Einrichtung zu informieren. Der Tierpark Hellabrunn etwa verlangt das Buchen eines Onlinetickets am Tag vor dem Besuch, um die Höchstbesucherzahl nicht zu überschreiten und eine Kontaktnachverfolgung sicherzustellen.

Inzidenz zwischen 50 und 100: Shoppen nur mit Termin

Überall, wo die Inzidenz zwischen 50 und 100 liegt, gilt für den Einzelhandel: nur Shoppen mit vorherigem Termin, das sogenannte "Click & Meet". Bei dieser höheren Inzidenz braucht es mehr Raum pro Kunde, nämlich 40 Quadratmeter pro Person. Auch bei Museen, Tierparks etc. ist eine Voranmeldung nun verpflichtend.

"Notbremse": Keine Lockerungen bei Inzidenz über 100 an drei Tagen

Bei aller Euphorie sollte man bedenken: Es gilt eine sogenannte "Notbremse": Steigt die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über 100, dann werden die Lockerungen wieder zurückgenommen. In diesem Fall dürfen nur noch die für die tägliche Versorgung unverzichtbaren Geschäfte öffnen, also etwa Lebensmittelläden, Drogerien und Apotheken. Geschäfte, die geschlossen bleiben müssen, dürfen jedoch "Click & Collect" anbieten. Die Kunden können also vorbestellte Ware abholen. Für die Abholung darf das Geschäft nicht geöffnet werden. Das Abholen ist nur an einem Abholschalter unmittelbar am Eingang möglich oder außerhalb des Geschäfts. Auch Gegenstände, die zur Reparatur gebracht werden, also etwa Schuhe, dürfen an solch einem Schalter abgegeben werden.

Ab Montag auch in Drogerien zu kaufen: Corona-Selbsttests

Seit dem Wochenende im Discounter und ab Montag auch in den Regalen der Drogerien gibt es Corona-Selbsttests zu kaufen. Diese können selbst angewendet werden. Diese Laien-Schnelltests haben zwar keine offizielle Aussagekraft wie etwa Abstriche im Pflegeheim oder im Betrieb, die von geschultem Personal durchgeführt und bestätigt werden. Unverbindliche Selbsttests können aber laut Experten dazu beitragen, dass die ein oder andere Infektion frühzeitig in den eigenen vier Wänden erkannt wird.

© Quelle: Gesundheitsministerium / Grafik: BR
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Öffnungen - Was gilt in meinem Landkreis

Anmerkung der Red.: In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass auch Massagepraxen öffnen dürfen. Dies gilt vorerst nicht in Bayern. Wir haben den entsprechenden Absatz korrigiert.

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Morgen dürfen Buchläden und auch andere Geschäfte wieder öffnen, allerdings abhängig von den jeweiligen Inzidenzwerten in den Landkreisen und kreisfreien Städten.

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