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Kontaktbeschränkungen in Bayern bis Mitte August verlängert | BR24

© pa/dpa/Jens Büttner

Kontaktbeschränkungen erneut verlängert

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Kontaktbeschränkungen in Bayern bis Mitte August verlängert

Die Kontaktbeschränkungen und weitere Corona-Auflagen werden nach Angaben des Staatskanzleichefs um zwei weitere Wochen verlängert. Bis mindestens 16. August gilt in Bayern weiterhin: Kleiner Kreis, Abstand halten, Maske tragen.

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Das bayerische Kabinett hat sich vor seiner Sommerpause noch einmal ausführlich mit Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie befasst. Staatskanzleichef Florian Herrmann warnte dabei eindringlich vor Nachlässigkeit."Das Virus ist nach wie vor mitten unter uns", sagte der CSU-Politiker nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München. Besondere Vorsicht gelte in den Bereichen Landwirtschaft, Urlaub, Asylunterkünfte sowie Party und Versammlungen.

Abstandsregeln gelten bis Mitte August weiter

Die Infektionsschutzverordnung für Bayern wird mit Kabinettsbeschluss deshalb zunächst um zwei Wochen bis Mitte nächsten Monats verlängert. Kontaktbeschränkungen und weitere Auflagen wegen Corona gelten nun bis mindestens 16. August. So dürfen sich in Bayern beispielsweise maximal zehn Menschen aus mehreren Haushalten im öffentlichen Raum treffen. An Kulturveranstaltungen dürfen maximal 200 Menschen in geschlossenen Räumen und 400 im Freien teilnehmen - unter Einhaltung des Abstandsgebots. Weiterhin und wie bisher gilt dabei die Maskenpflicht. Bei der Bahn soll diese nach dem Willen der Staatskanzlei nun auch stärker kontrolliert werden.

Kommunen sollen Alkoholverbote prüfen

Immer dort, wo es Verstöße gegen die Hygienevorschriften gebe, könne es relativ schnell zu gravierenden Auswirkungen kommen, sagte der Staatskanzleichef. Das gelte überdies für "ungezügelte Partys". Mit einem Alkoholverbot soll dem nun entgegengewirkt werden. Die Erfahrung habe gezeigt, dass insbesondere gemeinsamer Alkoholkonsum innerhalb größerer Menschenansammlungen im öffentlichen Raum zu einer verstärkten Missachtung der nötigen Infektionsschutzregeln und damit zu einer erheblichen Ansteckungsquelle führe, heißt es in einer Pressemitteilung des Kabinetts. Die kreisfreien Städte und Landkreise werden daher aufgefordert, an einschlägigen Plätzen Alkoholverbote im öffentlichen Raum zu prüfen.

In Bamberg etwa gibt es seit Anfang Juli ein Verbot von alkoholischen To-Go-Getränken an Freitagen, Samstagen und vor Feiertagen nach 20 Uhr. Und auch in Zukunft darf dort an Wochenenden kein Alkohol zum Mitnehmen nach 20.00 Uhr verkauft werden. Bis zum 25. August hat die Stadt nun eine Allgemeinverfügung erlassen, um dieses Verbot weiterhin wirksam durchzusetzen.

Auch in Augsburg gibt es seit dem 23. August am Wochenende nach Mitternacht keinen To-Go-Verkauf mehr für Getränke, weder für Alkohol noch für Softdrinks. Schnapsflaschen oder Bierkästen dürfen nicht zum Feiern in die Innenstadt mitgebracht werden.

Verpflichtende Tests für Urlaubsrückkehrer

Um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern, setzt die Staatsregierung auch auf verstärkte Tests. Oberstes Ziel sei, möglichst früh zu erkennen, "wo es losgeht". In diesem Sinne soll es nun auch Pflichttests für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten an Flughäfen geben, für alle anderen Reisenden sollen die Tests freiwillig sein. Auch an Autobahnen und Bahnhöfen will man auf freiwillige Tests setzen.

© BR

Die Staatsregierung will die Infektionszahlen niedrig halten. Deshalb empfiehlt sie nicht nur Saisonarbeitern, sondern auch Urlaubs-Heimkehrern Tests und will dafür Stationen einrichten, an Flughäfen, Autobahnen und Bahnhöfen.

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