BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Kontakt zu Würzburger Mini-Satelliten ist hergestellt | BR24

© Zentrum für Telematik Würzburg

Kontakt zu Würzburger Mini-Satelliten ist hergestellt

Per Mail sharen

    Kontakt zu Würzburger Mini-Satelliten ist hergestellt

    Am Montag waren von einem russischen Weltraumbahnhof aus vier Würzburger Kleinstsatelliten ins All gestartet. Jetzt konnten Wissenschaftler in Würzburg Kontakt zu den Satelliten herstellen – und zwar früher als erwartet.

    Per Mail sharen

    Nachdem die vier Würzburger "NetSat" Mini-Satelliten am Montag erfolgreich ins Weltall gestartet waren, konnten die Wissenschaftler in Würzburg am Dienstag eine Verbindung zu den Satelliten herstellen. Das teilte Professor Klaus Schilling mit. Er und sein Team des Würzburger Zentrums für Telematik sind erleichtert: Die Satelliten hätten den Raketenstart gut überstanden, alle seien funktionstüchtig.

    Verbindung früher hergestellt als erwartet

    Den Kontakt zu den Mini-Satelliten konnten die Forscher schneller herstellen als gedacht. Eigentlich war erst für 14 Uhr ein erstes Signal erwartet worden. Genau dann rauschten die Satelliten im All über Würzburg hinweg. Etwa alle 90 Minuten umkreisen sie die Erde einmal. Die Verbindung konnte also eineinhalb Stunden früher aufgebaut werden als geplant. Um 12.30 Uhr war sie geglückt.

    Um Kontakt aufzunehmen, mussten Schilling und sein Team Antennen mit hoher Präzision in Richtung der Satelliten-Umlaufbahn ausrichten. Dabei war Genauigkeit gefragt, denn die Satelliten bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von 20.000 Kilometer pro Stunde fort.

    Satelliten liefern Ende der Woche erste Daten

    Die Aufgabe der Wissenschaftler ist es nun, durch Kommandos von der Erde aus die Position der Minisatelliten zu korrigieren. Erst dann können sie in Formation treten und ihrer Aufgabe nachkommen. Dank ihrer besonderen Fähigkeit, miteinander zu kommunizieren, sind sie in der Lage, gemeinsam 3D-Bilder zu erstellen. Wenn alles nach Plan läuft, können sie bereits am Ende der Woche erste Daten nach Würzburg übermitteln.

    Daten sollen der Klimaforschung dienen

    Die Daten der Mini-Satelliten sollen etwa der Klimaforschung und der schnelleren Vorhersage der Wetterverhältnisse dienen. Mithilfe der Technologie könnten laut Schilling außerdem künftig Funklöcher beseitigt werden und Regionen mit Netzproblemen etwa bei Feuerwehr-Notrufen großflächiger abgedeckt werden. Die Kleinstsatelliten sind vom russischen Weltraumbahnhof Plessezk aus mit einer Sojus-Trägerrakete ins Weltall geschossen worden. Auf einer Höhe von 575 Kilometern wurden sie erfolgreich in den Orbit geschleudert.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!