Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Konferenz zur Flüchtlingsforschung in Eichstätt | BR24

© picture-alliance/dpa

Gelände der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

Per Mail sharen

    Konferenz zur Flüchtlingsforschung in Eichstätt

    An der Katholischen Universität in Eichstätt tagen derzeit über 350 Wissenschaftler zum Thema Flüchtlingsforschung. Es ist die bislang bundesweit größte Konferenz zu diesem Thema. Die Veranstaltung geht bis zum Sonntag.

    Per Mail sharen

    Die Veranstaltung geht der Frage nach, auf welcher wissenschaftlichen Basis die Debatte über die Flüchtlingspolitik erfolgt. Internationale Wissenschaftler geben eine Außen-Perspektive auf die deutsche Flüchtlingspolitik.

    Wissenschaftler sämtlicher Disziplinen vertreten

    An der Tagung beteiligen sich unter anderem Ethnologen, Juristen, Politikwissenschaftler, Kommunikationswissenschaftler, Soziologen, Geschichtswissenschaftler und Psychologen. Das Spektrum der rund 200 Vorträge reicht von Fragen zum Asylrecht und der europäischen Flüchtlingspolitik über Flucht-Ursachen und die Folgen von Flucht für die abgebenden und die aufnehmenden Gesellschaften bis hin zu den Wegen der Meinungsfindung zu der Thematik. Veranstalter sind das "Netzwerk Flüchtlingsforschung", in dem sich seit 2013 über 360 Wissenschaftler zusammengeschlossen haben, und das "Zentrum Flucht und Migration" (ZFM), das 2016 an der Katholischen Universität Eichstätt gegründet wurde.

    Eichstätt als Paradebeispiel

    Mitveranstalter und ZFM-Leiter Professor Klaus Dieter Altmeppen betont, dass es gerade bei der Thematik Flucht- und Flüchtlingsforschung besonders wichtig sei, dass "hier Wissenschaftler grenzüberschreitend zusammenarbeiten" würden. Die Bedeutung von interdisziplinärer Kooperation habe sich zum Beispiel in Eichstätt gezeigt:

    "Hier ist die studentische Hilfsorganisation TUM bereits seit 2012 aktiv und damit schon lange vor dem großen Schub an Flüchtlingen 2015. In Eichstätt hat es eine Erstaufnahmeeinrichtung gegeben, die mitten in der Stadt lag und bei der es darum ging, wie diese von der Bevölkerung angenommen wird. Jetzt haben wir hier ein Abschiebegefängnis. Und diese Themen muss auch die Wissenschaft hinbekommen. Da gibt es Geographen, die beschäftigen sich mit den Räumen, es sind Juristen, die sich mit den rechtlichen Fragen beschäftigen. Soziologen, Kommunikationswissenschaftler fragen sich, wie kann es gelingen, dass unterschiedliche Ethnien und Kulturen neben- und miteinander leben können." Klaus Dieter Altmeppen, Mitveranstalter und ZFM-Leiter

    Altmeppen hofft, dass die Tagung dazu beitragen kann, die Diskussion rund um die Flüchtlingspolitik zu versachlichen.