BR24 Logo
BR24 Logo
Alles zur Maskenpflicht

Kommunalwahl in Unterfranken – die Hotspots am Main | BR24

© BR

Kommunalwahl in Unterfranken: Wo es spannend wird

Per Mail sharen

    Kommunalwahl in Unterfranken – die Hotspots am Main

    Heute wird es ernst, denn an diesem Sonntag wird gewählt - bei schönem Wetter aber auch unter den Zeichen der Coronakrise. Auch in Unterfranken wird es bei den Kommunalwahlen Veränderungen geben. Wir haben zusammengefasst, wo es spannend wird.

    Per Mail sharen

    In einigen Fällen in Unterfranken wird es definitiv Veränderungen geben. Sowohl der Aschaffenburger OB Klaus Herzog (SPD) als auch Landrat Ulrich Reuter (CDU) treten nicht mehr an. Herzog aus Altersgründen, Reuter möchte Präsident des bayerischen Sparkassenverbands werden. Sein Nachfolger könnte der Alzenauer Bürgermeister Alexander Legler werden.

    Bleibt Christian Schuchardt Oberbürgermeister in Würzburg?

    In Würzburg will Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) in eine zweite Amtszeit gehen. Nominiert von CSU, FDP und Bürgerforum, gilt er als Favorit. Sein aussichtsreichster Gegenkandidat ist Martin Heilig (Grüne) – auch die frühere Europaabgeordnete Kerstin Westphal (SPD) rechnet sich Chancen aus. Daneben gibt es noch ein weites Bewerberfeld mit Volker Omert (FWG), Sebastian Roth (Linke) und Dagmar Dewald (ÖDP). "Die Partei" darf dagegen bei der Kommunalwahl in Würzburg nicht mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten antreten.

    Neue Besetzung des Landratspostens im Landkreis Würzburg

    Im Landkreis Würzburg geht es um die Nachfolge von Eberhard Nuß (CSU). Er ist seit 2008 Landrat und wird sich aus Altersgründen nicht wieder zur Wahl stellen. Favorit im Rennen um den Landratsposten ist Thomas Eberth (CSU), der Bürgermeister der Kreisgemeinde Kürnach. Aber auch die bisherigen Stellvertreter von Eberhard Nuß – Karen Heußner (Grüne) und Christine Haupt-Kreutzer (SPD) – bewerben sich auf den freiwerdenden Posten.Hinzu kommt noch Felix von Zobel (UWG-FG).

    Aschaffenburg bekommt einen neuen Oberbürgermeister

    Oberbürgermeister Klaus Herzog (SPD), stand seit 2000 an der Spitze der Stadt und darf aus Altersgründen nicht mehr antreten. Chancen rechnen sich Herzogs bisherige Stellvertreter Jessica Euler (CSU) und Jürgen Herzing (SPD) aus. Zumindest Außenseiterchancen – auch auf die Stichwahl – hat Stefan Wagener (Grüne). Mit ins Rennen geht Peter Kolb (FDP). Von der AfD wurde Falko Keller aufgestellt.

    Auch der Landkreis Aschaffenburg bekommt eine neue Spitze

    Im Landkreis Aschaffenburg hat Ulrich Reuter (CSU) nach 18 Jahren als Landrat von einer erneuten Kandidatur abgesehen – er sieht seine Zukunft als Präsident des bayerischen Sparkassenverbands. Die Nachfolge könnte der bisherige Bürgermeister von Alzenau, Alexander Legler (CSU), antreten. Auch der parteilose Gewerkschafter Özcan Pancarci, den SPD und Grüne nominiert haben, ist nicht chancenlos. Daneben bewerben sich Maili Wagner (Freie Wähler) und Max Bruder (FDP).

    Herausforderer für den Oberbürgermeister von Schweinfurt

    Sebastian Remelé (CSU) regiert seit zehn Jahren als Oberbürgermeister in Schweinfurt. Doch Remelé sitzt nicht unangefochten im Sattel: Herausforderer mit Chancen sind die stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Marietta Eder und Holger Laschka (Grüne).

    Stadt und Landkreis Bad Kissingen

    Landrat Thomas Bold (CSU) geht als hoher Favorit in die Wahl. Er ist seit 2002 im Amt. Manuela Rottmann (Grüne) ist eine insbesondere in den sozialen Medien stark vertretene Herausfordererin. Sie ist Bundestagsabgeordnete und frühere Dezernentin in Frankfurt. Außerdem bewirbt sich Thomas Menz (SPD). In der Großen Kreisstadt Bad Kissingen gab es Verwirrung: Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) hatte eigentlich durchscheinen lassen, er wolle nach zehn Jahren im Amt ein weiteres Mal antreten, jetzt entschied er sich plötzlich um. Nachfolger könnten Gerhard Schneider (CSU), Dirk Vogel (SPD) oder Peter Eggen (AfD) werden.

    Entscheidungen in Stadt und Landkreis Kitzingen

    Landrätin Tamara Bischof (FW) geht als große Favoritin in die Wahl, sie ist seit Oktober 2000 im Amt. Die CSU schickt nun Dachdeckermeister Timo Markert ins Rennen - nach 20 Jahren ohne eigenen Kandidaten. Und in der Großen Kreisstadt Kitzingen scheidet Oberbürgermeister Siegfried Müller (UsW) nach zwei Amtszeiten auf eigenen Wunsch aus. Stefan Güntner (CSU) könnte Favorit sein.

    Kein klarer Favorit im Landkreis Main-Spessart

    Landrat Thomas Schiebel (FW) tritt nach zwölf Amtsjahren nicht mehr an. Einen klaren Favoriten für die Nachfolge gibt es nicht. Vize-Landrätin Sabine Sitter (CSU), Christoph Vogel (FW), Pamela Nembach (SPD), Christian Baier (Grüne) und Hubert Fröhlich (FDP) sind die Kandidaten.

    Zweikämpfe in Miltenberg, Schweinfurt und den Haßbergen

    Zweikämpfe um das Amt des Landrats gibt es in den Landkreisen Miltenberg, Schweinfurt und Haßberge. In Miltenberg ist Landrat Jens Marco Scherf (Grüne) seit 2014 im Amt. Er tritt erneut an. Sein Gegenkandidat ist der parteilose Armin Bohnhoff, der von der CSU aufgestellt wurde. In den Haßbergen will Wilhelm Schneider sein Mandat verteidigen. Auch er ist seit der letzten Kommunalwahl im Amt. Sein Gegenkandidat ist Wolfgang Bühl (SPD). In Schweinfurt will Florian Töpper (SPD) für sechs weitere Jahre die Geschicke im Landkreis leiten. Sein Gegenkandidat ist Lothar Zachmann (CSU).

    Rhön-Grabfeld: Habermann will im Amt bleiben

    Mit gleich drei Gegenkandidaten hat es Thomas Habermann (CSU) im Landkreis Rhön-Grabfeld zu tun. Er ist seit 2003 im Amt. Mit ihm konkurrieren Thorsten Raschert (SPD), Karl Schenk Graf von Stauffenberg (FDP) und Yatin Shah (Grüne).