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Kommunalpolitiker nehmen Abschied: Rudolf Köppler | BR24

© SPD-Kreisverband Günzburg

Rudolf Köppler (SPD)

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    Kommunalpolitiker nehmen Abschied: Rudolf Köppler

    Er war fast 50 Jahre lang im Kreistag. Jetzt nimmt Rudolf Köppler seinen Hut. Der ehemalige Oberbürgermeister von Günzburg hat für Kreis und Stadt viel getan. In unserer Online-Serie schildern wir, welche Projekte mit seinem Namen verbunden sind.

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    Es gibt unzählige Anekdoten über Rudolf Köppler. Der langjährige Oberbürgermeister von Günzburg (1970 bis 2002) war nicht nur über drei Jahrzehnte Stadtoberhaupt. Der SPD-Politiker war auch 48 Jahre lang Mitglied des Kreistages, aus dem er nun auf eigenen Wunsch ausscheidet. In dieser Zeit hat der jetzt 84-Jährige viel bewegt: Vor allem ihm ist es zu verdanken, dass das "Legoland Deutschland Ressort" in Günzburg angesiedelt wurde.

    Günzburg lange im Schatten der NS-Vergangenheit

    Der Ruf Günzburgs hatte lange gelitten. Josef Mengele, der KZ-Arzt, dessen Name mit NS-Verbrechen verbunden ist, stammte aus der Stadt an der Donau. Lange Jahre hat Günzburg daran getragen. Doch die Stadt hat heute einen anderen Ruf – ohne dass das historische Erbe vergessen würde.

    Köppler vielfach ausgezeichnet

    Daran hat Rudolf Köppler maßgeblich mitgewirkt: Er setzte positive Akzente für Stadt und Landkreis. Heute steht der Name der Stadt für einen Freizeitpark, der Landkreis wurde zur Kinder- und Familienregion. Im Laufe der Jahre hat Köppler zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Zum 80. Geburtstag vor vier Jahren sprach der Innenminister.

    Poetry Slam mit 81 Jahren

    Das Besondere an Rudolf Köppler: Er ist nie stehen geblieben, war immer am Puls der Zeit, sagen seine Weggefährten. Einer davon ist Achim Fißl, Vorsitzender des SPD-Kreisverbands Günzburg. Er erinnert sich, dass Köppler mit 81 Jahren Texte für einen Poetry Slam schrieb und damit auftrat. Fißl: "Das war in Krumbach. Alles junge Leute – und wissen Sie was? Er hat gewonnen! Sie haben ihm alle zugejubelt."

    Von Berlin an die Donau

    Köppler, der Jura studiert hat, kommt ursprünglich aus Berlin. Auch ein Grund, warum er für seine Stadt und den Landkreis immer über den Tellerrand hinausgeschaut hat. Jetzt, sagt er, wolle er auch den Jüngeren in der Politik Platz machen. Fit, wie er ist, bastelt er sicher schon am nächsten Projekt.

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