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Kommt Ostbayern auf die Liste der Atommüllendlager? | BR24

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Seit drei Jahren wird in Deutschland erneut nach einem Endlager für Atommüll gesucht. Nun naht ein erster entscheidender Meilenstein. Bürgerinitiativen im Osten Bayerns mahnen zur Wachsamkeit.

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Kommt Ostbayern auf die Liste der Atommüllendlager?

Bei der aktuellen Suche nach einem Atommüllendlager, will die "Bürgerinitiative gegen ein Endlager" Stellung beziehen und online informieren. Als Standorte in Ostbayern sind das Fichtelgebirge, der Oberpfälzer und der Bayerische Wald im Gespräch.

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Werden das Fichtelgebirge, der Oberpfälzer und der Bayerische Wald für ein Atommüllendlager vorgeschlagen? Ende September ist dazu ein Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) vorgesehen. Die Bürgerinitiative gegen ein Endlager in Ostbayern will die Bürgerinnen und Bürger von Oberfranken, der Oberpfalz und Niederbayern heute vorab informieren.

Welche Gebiete sind geologisch geeignet?

Seit Jahren sammelt die BGE Informationen zur Geologie in Deutschland. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wird in einem ersten Zwischenbericht am 28. September vorgeschlagen, welche Gebiete in Deutschland aufgrund ihrer geologischen Bedingungen aus dem Verfahren ausscheiden und welche zunächst weiter drin bleiben sollten. Danach ist eine Beteiligung der Öffentlichkeit geplant - in der sogenannten "Fachkonferenz Teilgebiete". Die Auftaktveranstaltung dafür soll am 17. und 18. Oktober in Kassel stattfinden.

Ostbayerische Granit-Gebiete auf der Liste?

Experten gehen davon aus, dass in dem ersten Zwischenbericht noch sehr viele Teilgebiete enthalten sind, die zunächst weiter untersucht werden sollen. Die Rede ist von etwa 100 Gebieten. Die Bürgerinitiative, aber auch der Geopark Bayern Böhmen und der Landrat von Wunsiedel, Peter Berek (CSU), rechnen damit, dass die ostbayerischen Granitgebirge darunter sein werden.

Atommüllendlager soll bis 2031 gefunden werden

Gleichzeitig sehen sie es als wahrscheinlich an, dass der Granit im Laufe des weiteren Suchverfahrens noch ausscheidet und nicht unter den Standorten sein wird, die am Ende intensiv untersucht werden. Vorgesehen ist, den Standort für das deutsche Endlager bis 2031 festzulegen.

Online-Infoveranstaltung am Abend

"Wie lässt sich ein schlechtes Endlager verhindern?" lautet die Leitfrage der für Mittwochabend geplanten Infoveranstaltung. Sie findet ausschließlich online statt und beginnt um 19 Uhr. Initiatoren sind die Bürgerinitiative gegen ein Endlager im Fichtelgebirge und weitere Veranstalter. Hauptsächlich geht es um Mitwirkungsmöglichkeiten im Verfahren.

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Vor dem ersten entscheidenden Schritt bei der Suche nach einem Atommüllendlager für die Bundesrepublik, wollen die Bürgerinitiative und weitere Veranstalter heute Abend über Mitwirkungsmöglichkeiten im Verfahren informieren.

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