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Kommt ein Beutel geflogen | BR24

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Kotbeutel im Wald

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Kommt ein Beutel geflogen

Schwer zu verstehen: Da packen Hundebesitzer den Kot ihrer Vierbeiner zwar vorschriftsgemäß in Beutel, doch entsorgt wird der Beutel dann nicht im Mülleimer, sondern in der Natur. Ärgerlich bis eklig für Jäger und Bauern. Von Christoph Scheule

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Es ist ein Phänomen, das eigentlich nicht erklärbar ist. Hundebesitzer nehmen die große Hinterlassenschaft ihres Lieblings zwar vorschriftsmäßig mit der Plastikbeutel auf, werfen diesen aber dann in Wiese oder Wald, anstatt ihn in den vorgesehenen Abfallbehälter zu werfen.

"Es ist leider ein trauriger Trend, und jene bringen alle Hundebesitzer, die in der Natur Gassi gehen, in Verruf", sagt Markus König, Staatlicher Revierförster in Buchenberg im Oberallgäu. Die Beutel werden sogar in hohem Schwung in den Wald geworfen und hängen dann an Ästen. Noch schlimmer: Sie liegen in der Wiese oder in Waldbereichen, wie beim Bodenlehrpfad im Wirlinger Wald.

"Kunstwerke" im Schnee

Wenn die Bauern mähen, haben sie den Hundekot nicht nur im Futter für die Tiere, sondern auch noch Kunststofffetzen des Plastikbeutels. "Der Bodenlehrpfad wird von Gemeinde-Arbeitern regelmäßig mit dem Freischneider gemäht, Sie können sich vorstellen, was bei der hohen Mähdrehzahl passiert, wenn der einen solchen Hundekotbeutel zerfetzt", ärgert sich König.

Jetzt, wo das Gras hoch ist, sind die Beutel kaum zu sehen, aber spätestens im Winter werde dann - so König - daraus ein "Kunstwerk der besonderen Art, wenn auf dem weißen Schnee schwarze oder rote Beutel liegen".

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Kotbeutel in einem Busch