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Kommt ein Alkoholverbot auch in Würzburg? | BR24

© BR/Julia Müller

Kommt ein Alkoholverbot auch in Würzburg? Die Stadt jedenfalls befürchtet zunehmende Sorglosigkeit in Zeiten der Corona-Pandemie. (Symbolbild)

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    Kommt ein Alkoholverbot auch in Würzburg?

    Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich das öffentliche Leben nach draußen verlagert. Doch viele Städte blicken mit Sorge auf Feiernde, die Mindestabstände nicht einhalten. Auch Würzburg erwägt nun Maßnahmen.

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    Am Main tummeln sich die Menschen dicht an dicht. Sie sitzen eng beieinander, fast so als wäre die Corona-Pandemie vorbei. Gleichzeitig haben Clubs und viele Bars noch immer geschlossen. Konzerte und Festivals fallen aus. In vielen bayerischen Städten hat das dazu geführt, dass sich Feiernde verstärkt im Freien treffen. Auch die Stadt Würzburg will nun etwas dagegen unternehmen.

    Stadt Würzburg mahnt zur Achtsamkeit

    Was genau das Rathaus plant, ist bislang noch nicht bekannt. Nur so viel: Nachdem zuletzt Augsburg oder Bamberg bereits Alkoholverbote umgesetzt hatten, erscheinen vergleichbare Maßnahmen auch in Würzburg im Bereich des Möglichen. Am Freitag wollen Stadtverwaltung, Polizeiinspektion, Gesundheitsamt und Uniklinkum weitere Details bekannt geben. Im Vorfeld machte die Stadt jedoch keine näheren Angaben. Der Appell lautet zunächst: Mehr Achtsamkeit.

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    Befürchtung: Alkohol macht Corona-Regeln vergessen

    "Das schöne Sommerwetter lässt viele Menschen sorglos werden", befürchtet das Rathaus. Erst kürzlich hatte die bayerische Staatsregierung angekündigt, Städte und Gemeinden bei der Umsetzung von Alkoholverboten auf öffentlichen Plätzen unterstützen zu wollen. Die Erfahrung zeige, dass insbesondere gemeinsamer Alkoholkonsum innerhalb größerer Menschenansammlungen zu einer verstärkten Missachtung der nötigen Infektionsschutzregeln führe, teilte die Staatskanzlei zur Begründung mit.

    "Das kann in sozialer Verantwortung gegenüber dem Gemeinwohl nicht toleriert werden", sagte die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml. Der Vorstoß stieß allerdings auf deutliche Kritik, etwa bei den Jugendorganisationen von Grünen, SPD und FDP.

    Bayerische Städte erlassen Alkohol- und Verkaufsverbote

    Mehrere bayerische Städte haben bereits Verbote erlassen. So ist bis Ende September der To-Go-Verkauf von Getränken in Teilen der Augsburger Innenstadt nach 24 Uhr untersagt. Die Stadt Nürnberg reagierte auf Menschenansammlungen und Feiern in der Innenstadt mit einem temporären Verkaufsverbot von To-Go-Getränken für ein Wochenende. In Bamberg gilt ein Verbot des Außer-Haus-Verkaufs von Alkohol an den Wochenenden in der Kneipenmeile Sandstraße.

    "Ich habe mir das in Bamberg gründlich angeschaut", sagte Huml dazu. "Die Stadt Bamberg hat 14 Tage lang ein Alkoholverbot ab 20 Uhr durchgesetzt, das hat die Lage in der Innenstadt enorm entspannt." Am 15. Tag habe es sofort wieder dieselben Bilder wie vorher gegeben, schilderte die Ministerin. "Also wurde das Verbot wieder in Kraft gesetzt."

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