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Kollegen schenken Vater aus Schweinfurt 700 Überstunden

Pfleger und Krankenschwestern des Leopoldina-Krankenhauses in Schweinfurt haben einem Arbeitskollegen ihre Überstunden übertragen. Damit wollen sie dem Vater Zeit für seinen leukämiekranken Sohn schenken. BR-Reporter Norbert Steiche berichtet:

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Seitdem Illja Zeidlers fünfjähriger Sohn Luis an Leukämie erkrankt ist, muss sich die fünfköpfige Familie voll und ganz auf die Krankheit konzentrieren. Damit der Pfleger mehr Zeit mit seinem Sohn verbringen kann ohne notwendige finanzielle Mittel zu verlieren, haben seine Arbeitskollegen mit der Aktion "Überstunden für Illja – Zeit für Luis" mehr als 700 Überstunden zusammengetragen, die Illja nun abrufen kann. Seine Frau hatte ihre Selbstständigkeit bereits aufgegeben.

"Viele Mitarbeiter sind im selben Alter und haben auch Kinder zuhause. Dann war eben die Frage, wie kann man helfen." Ein Arbeitskollege Zeidlers und Überstundenspender im Klinikum

Keine rechtlichen Probleme

Der Geschäftsführer des Leopoldina-Krankenhauses, Adrian Schmucker, musste für die Idee zunächst grünes Licht geben. Die Pfleger und Krankenschwestern haben die Überstunden nicht einfach so an den Vater übertragen, sondern haben vom Geschäftsführer zuerst prüfen lassen, ob es rechtliche Probleme mit den Sozialversicherungsbeiträgen geben könnte. Weil das aber nicht der Fall war, konnten die Überstunden ohne Probleme übertragen werden. Die höchste Einzelspende für Illja betrug etwa 100 Überstunden, der Vater ist überglücklich.

"Die intensive Zeit, die ich jetzt mit Luis und meinen beiden Töchtern noch verbringen kann und konnte, kann mir niemand mehr nehmen und die genieße ich auch." Vater Illja Zeiler