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Andrea Nahles und Natascha Kohnen, SPD
© pa/dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Autoren

Norbert Steiche
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Andrea Nahles und Natascha Kohnen, SPD

Die Wahlkampfabschlussveranstaltung der bayerischen SPD in der Halle der "Ersten Schweinfurter Karnevalsgesellschaft" war für die SPD-Bundesvorsitzende Andrea Nahles ideal gewählt - und zwar für ihren Seitenhieb in Richtung CSU: Für die Union habe der Karneval offensichtlich schon begonnen, denn die CSU schaffe es in Bayern nicht, bezahlbare Wohnungen zu schaffen, wolle aber Weltraumprogramm für 700 Millionen Euro ins All schießen. Falscher könne man Prioritäten in Bayern nicht setzen, sagte sie.

Kernthema "Bezahlbarer Wohnraum"

Bayerns SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen versuchte, auf den letzten Metern vor der Wahl unter anderem auch mit dem Thema "Bezahlbarer Wohnraum" bei den Wählern zu punkten. Weil sich viele Menschen die Mieten beispielsweise in Ballungsräumen wie München nicht mehr leisten können, müssen sie aufs Land ziehen und verlieren ihre sozialen Bindungen. Kohnen will einen Mietanstiegsstopp für fünf Jahre erwirken. Mieten dürften nur in der Höhe der Inflationsrate erhöht werden, sagt sie.

Kohnen forderte weiterhin ein bayerisches Flächenkataster. Staatliche Flächen dürften auch nur verkauft werden, wenn darauf bezahlbarer Wohnraum geschaffen werde. Auch die Landkreise sollten sozialen Wohnraum bauen dürfen, das sei bislang nicht erlaubt. Kohnen forderte die Abschaffung dieser Regelung.

Sie forderte unter dem Applaus ihrer Genossen weiterhin unter anderem kostenlose Kita-Plätze und für junge Leute ein sogenanntes Bildungsticket, mit dem sie kostenlos den ÖPNV nutzen können.