| BR24

 
 

Bild

Die bayerische SPD-Chefin Natascha Kohnen
© dpa-Bildfunk

Autoren

Kerstin Grundmann
© dpa-Bildfunk

Die bayerische SPD-Chefin Natascha Kohnen

Sie wolle, dass die Partei eine Auswahl hat, so Kohnen weiter und forderte innerparteiliche Kritiker zur Gegenkandidatur um den Parteivorsitz auf.

"Ich kann jetzt nicht dem in meinen Augen großen Teil der Partei, der sagt 'Komm, mach weiter', sagen: Nö, ich schmeiß euch das jetzt mal vor die Füße. Das mach ich nicht, so bin ich auch nicht."

Am Wochenende war ein Brief öffentlich geworden, in dem prominente bayerische Sozialdemokraten Kohnens Wahlkampf kritisieren und nach der heftigen Wahlniederlage im Freistaat ein Zeichen des Aufbruchs und der Erneuerung einfordern. Kohnen sagte dazu: "Ich habe immer gesagt, wir ziehen den Parteitag, der ursprünglich geplant war für Mitte 2019, in den Januar vor und werden über alles diskutieren. Aber man muss eben auch zur Ehrlichkeit sagen: Ein solches Wahlergebnis analysieren sie nicht mal eben locker aus der Hüfte in zwei, drei Wochen."

"Ich wünsche mir, dass jemand, der andere Vorstellungen hat, auf dem Parteitag wirklich auch antritt und wir offen debattieren können, in welche Richtung wir gehen wollen als Partei."

In dem Brief ihrer Kritiker werden offene Debatte gefordert. Kohnen sagt dazu: "Da sage ich, Mensch - ja dann machen wir das doch ... ich sage immer: Mit offenem Visier rein in die Auseinandersetzung."

Autoren

Kerstin Grundmann

Sendung

radioWelt vom 12.11.2018 - 06:05 Uhr