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Kohnen: "Habe große Sympathien für Rot-Rot-Grün" | BR24

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Bayerns SPD-Chefin Natascha Kohnen fordert im BR-Interview, die SPD solle vorerst - wie in Bremen - verstärkt mit der Linken zusammenarbeiten, um soziale Projekte durchzusetzen. Eine Fusion von SPD und Linken stehe jedoch nicht zur Diskussion.

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Kohnen: "Habe große Sympathien für Rot-Rot-Grün"

Bayerns SPD-Chefin Natascha Kohnen fordert im BR-Interview, die SPD solle vorerst - wie in Bremen - verstärkt mit der Linken zusammenarbeiten, um soziale Projekte durchzusetzen. Eine Fusion von SPD und Linken stehe jedoch nicht zur Diskussion.

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Bessere Krankenhäuser, soziale Bodenpreise und günstigere Mieten: Kommende Woche will die bayerische SPD-Landtagsfraktion bei ihrer Klausur einige Konzepte erarbeiten. Die SPD möchte ihr Profil schärfen - nicht nur in Bayern, sondern bundesweit.

Zusammenarbeit mit der Linken vorstellbar

Für Bayerns SPD-Vorsitzende Natascha Kohnen liegt ein Grund für die schlechten Wahlergebnisse der SPD darin, dass diese in der Koalition mit der Union ihr Profil eben nicht schärfen konnte. Ein Ende der großen Koalition will Kohnen im B5 Interview der Woche aber nicht ausdrücklich fordern. Chancen sieht die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende in einer verstärkten Zusammenarbeit mit der Linken. Eine Fusion stehe jedoch nicht zur Diskussion.

"Ich denke, der erste Schritt – und damit habe ich große Sympathien - ist Rot-Rot-Grün." Natascha Kohnen

Bayerns SPD-Vorsitzende meint damit, dass "man sich auf gemeinsame Projekte" verständigt. Sie könne sich da beispielsweise eine Vermögenssteuer gut vorstellen. Das sei etwas, das sie unbedingt erreichen wolle. Aber aber auch die Grundrente wäre ohne weiteres und auch sehr zügig zu erreichen.

Kohnen: CSU hat Windkraft in Bayern plattgemacht

Um ein Scheitern der Koalition zu verhindern, müsse laut Kohnen noch in diesem Jahr ein sozialgerechtes Klimaschutzgesetz verabschiedet werden, und auch die Grundrente sollte kommen.

Dass die bayerische Staatsregierung unter Markus Söder jetzt beim Klimaschutz aufs Tempo drückt, hält Bayerns SPD-Vorsitzende für "grotesk". Schließlich habe die CSU etwa mit ihrer 10H-Regelung die Windkraft in Bayern "plattgemacht".

"Es gibt durch die 10H-Regel der CSU keine Windkraft mehr in Bayern. Und dann redet Söder davon, dass wir alles viel früher, viel schneller schaffen. Der soll sich mal an seine eigene Nase fassen." Natascha Kohnen

"Also bitteschön", sagt Kohnen mit Blick auf das Klimakonzept der CSU: "Ich finde, manchmal sollte man ein bisschen wahrhaftiger sein."