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Kohlekraftwerk München - Stadtrat beschließt reduzierten Betrieb | BR24

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Hochhäuser der Parkstadt Schwabing und Heizkraftwerk in Unterföhring.

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Kohlekraftwerk München - Stadtrat beschließt reduzierten Betrieb

Der Kohleblock im Heizkraftwerk Nord in Unterföhring soll ab Mai 2020 CO2-optimiert betrieben werden. Konkret sollen dann nur noch maximal 350.000 Tonnen Kohle eingesetzt werden. Das hat der Wirtschaftsausschuss des Münchner Stadtrates beschlossen.

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Mit der heutigen Entscheidung hat der Münchner Stadtrat beschlossen, das Heizkraftwerk München Nord soweit wie möglich vom Netz zu nehmen und damit dem Münchner Bürgerentscheid aus dem Jahr 2017 Rechnung zu tragen.

Immense Einsparung von CO2

Dieser forderte zwar eine Abschaltung des Kraftwerks bis zum Jahr 2022, das ist aber aufgrund der Systemrelevanz des HKW Nord nicht möglich. Der nun beschlossene CO2-optimierte Betrieb wird die Stadtwerke rund 350 Millionen Euro kosten, doch laut der Münchner ÖDP wird damit in etwa so viel CO2 eingespart, wie zwei Drittel des Kfz-Verkehrs in München verursachen.

Nur noch maximal 350.000 Tonnen Steinkohle sollen künftig eingesetzt werden, eigentlich können dort rund 800.000 Tonnen Steinkohle in Strom und Wärme umgewandelt werden.

Noch unklar, wann Heizkraftwerk Nord vom Netz gehen soll

Die Frage, bis wann das Kraftwerk im Münchner Norden vom Netz gehen soll, wurde heute noch nicht abschließend geklärt. Ein im Oktober vom TÜV Süd erstelltes Gutachten deckt sich mit der Einschätzung der Stadtwerke München, dass das Kraftwerk bis 2028 am Netz bleiben müsse.

Erst vor kurzem stufte die Bundesnetzagentur das Heizkraftwerk als systemrelevant ein. Um den Kohleblock abzuschalten, muss deswegen erst Ersatz geschaffen werden, zum Beispiel in Form eines Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerks.

Die Münchner Grünen forderten von den Stadtwerken in der heutigen Sitzung, einen Ausstiegsplan zu entwickeln, der den Bau eines Ersatzkraftwerkes am besten noch vor dem Jahr 2028 vorsieht. Die anderen Fraktionen im Münchner Stadtrat signalisierten ihre Zustimmung. Allerdings kam man überein, dass man sich für die endgültige Formulierung der Forderung bis zur nächsten Vollversammlung Zeit nehmen möchte.