| BR24

 
 
© BR

Stefan Verra

Bei beiden Kandidaten, so der Experte für Körpersprache und Medien-Coach Verra, sei während des TV-Duells "einiges zu spüren gewesen an Nervosität", etwa in Form einer gewissen "Kurzatmigkeit". Das sei in Hinblick auf die Körpersprache aber auch schon "das einzig Verbindende" gewesen.

Ein Ministerpräsident mit stabilem Auftreten

Söder sei "sehr stabil" in seiner Körperspache gewesen, "der Körper sehr aufrecht". Dies signalisiere "Stabilität". Zugleich sei der Ministerpräsident damit aber aber auch zu unbeweglich gewesen und hätte sich mehr seinem Gegenüber zuwenden müssen, meint Verra. Söder habe Hartmann oft nur aus dem Augenwinkel angesehen, was beim Zuschauer den Eindruck mangelnden Interesses entstehen lassen könne.

Hartmann im begrenzten Angriffsmodus

Der Grünen-Spitzenkandidat Hartmann sei zwar "sehr angriffig" herübergekommen, in dem er sich "mit nach vorne geneigtem Kopf" präsentierte. Er habe jedoch "Kraft vermissen lassen", da seine Bewegungen "in einem kleinen Bereich verblieben" seien. Es gehe in der Politik nicht nur um Sympathie, sondern auch darum, Durchsetzungsfähigkeit zu demonstrieren. Das sei Hartmann nicht ganz gelungen.

Expertentipp: keine Veränderungen mehr vor der Wahl

Verra riet Söder und Hartmann jedoch davon ab, nun noch bis zum Wahltag größere Änderungen in ihrem Auftreten vorzunehmen. Für die Schlussphase des Wahlkampfes sei es für beide besser,"bei ihrem Leisten zu bleiben". Nun gehe es darum,"authentisch zu bleiben, die Menschen wollen Echtheit sehen".