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Koenig & Bauer profitiert von Boom bei Onlinehandel | BR24

© Barbara Markus/BR-Mainfranken

Der Würzburger Druckmaschinenkonzern Koenig und Bauer (KBA) erhöht seine Dividende von 90 Cent im vergangenen Jahr auf jetzt einen Euro. Dem hat heute die Aktionärsversammlung zugestimmt. Die Geschäfte gehen gut, weil KBA auf Innovation gesetzt hat.

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Koenig & Bauer profitiert von Boom bei Onlinehandel

Der Würzburger Druckmaschinenkonzern Koenig und Bauer (KBA) erhöht seine Dividende von 90 Cent im vergangenen Jahr auf jetzt einen Euro. Dem hat heute die Aktionärsversammlung zugestimmt. Die Geschäfte gehen gut, weil KBA auf Innovation gesetzt hat.

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Nach 90 Cent im Jahr 2018, hat die Aktionärsversammlung in Würzburg heute einer Ausschüttung von einem Euro zugestimmt. Mit 87, 4 Millionen Euro war im letzten Geschäftsjahr der höchste Ertrag vor Zinsen und Steuern (EBIT) in der Unternehmensgeschichte erzielt worden. Dass der Gewinn am Ende mit 64 Millionen ein Fünftel niedriger als im Vorjahr war, begründete Vorstandsvorsitzender Claus Bolza Schünemann mit hohen Steuerlasten, die den Aufwendungen einer bis 2023 geplanten Wachstumsoffensive geschuldet sind. Den Gesamtkonzern sieht Bolza Schünemann trotz unsicheren Konjunkturaussichten auf gutem Kurs. Denn er habe sich erfolgreich auf einem Markt verlegt, der davon unabhängig weltweit boomt: Dem Direktdruck auf Kartonagen, Blech und Glas, also Dosen und Flaschen.

Boomender Verpackungssektor

Dem Verpackungssektor wird ein Marktzuwachs von jährlich neun Prozent vorhergesagt. Zum einen, weil der Trend zum Onlinehandel ungebrochen ist, zum anderen, weil bei einer wachsenden Weltbevölkerung die hygienischen Anforderungen für Lebensmittelverpackungen zunehmen. 2018 konnte das Würzburger Unternehmen dazu einen wichtigen Auftrag verbuchen. "Tetrapak" hat eine Digitaldruckmaschine geordert, die 2019 nun in den USA aufgestellt wird und bis spätestens 2021 Getränkekartons digital bedrucken wird. Für 2019 stehen die Zeichen auf weiteres Wachstum: Noch kurz vor der Jahreswende hat Koenig und Bauer dazu zwei Unternehmen zugekauft. Eine türkische Firma für das Segment Faltschachtel und einen Südtiroler Digitaldruckspezialisten.

KBA setzt auf Innovation

Auf hauseigene Innovation setzt der Konzern beim Wertpapierdruck. Für Banknoten wurde ein neuer Sicherheitsstandard entwickelt, zudem soll das Geschäftsfeld "Service" ausgeweitet werden. In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Würzburg und dem Zentrum für Digitale Innovation wurde eine selbstlernende Software entwickelt: ein erstes Wartungstool mit künstlicher Intelligenz, welches auch Fragen beantworten kann.