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Kochel am See will Eintrittsgelder von Tagestouristen | BR24

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Vielleicht muss um den Kochel- und Walchensee bald eine Art Eintrittsgeld gezahlt werden: Kochel hat einen "Kurbeitrag" für Tagestouristen beschlossen. Doch ob dieser rechtens ist, muss vom Bayerischen Innenministerium erst noch geklärt werden.

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Kochel am See will Eintrittsgelder von Tagestouristen

Vielleicht muss um den Kochel- und Walchensee bald eine Art Eintrittsgeld gezahlt werden: Kochel hat einen "Kurbeitrag" für Tagestouristen beschlossen. Doch ob dieser rechtens ist, muss vom Bayerischen Innenministerium erst noch geklärt werden.

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Von
  • Martin Breitkopf

Eigentlich gilt in Bayern das freie Betretungsrecht der Natur - das regelt die bayerische Verfassung. Doch der Kochler Gemeinderat will sich mit einer Art Eintrittsgeld für Wanderer, Badegäste, Skitourengeher und Surfer darüber hinwegsetzen. Zwei Euro soll der "Kurbeitrag" kosten.

Das hat der Kochler Gemeinderat mit einer Änderung der Kurbeitragssatzung beschlossen. Ob eine solche Abgabe überhaupt rechtens ist, muss aber noch vom Bayerischen Innenministerium geprüft werden.

Abgaben-System noch unklar

Wie der Betrag kassiert werden soll, ist noch unklar. Dem Kochler Tourismus-Chef Daniel Weickel schwebt ein Modell wie an einigen Stränden von Nord- und Ostsee vor. Dort stehen Automaten, an denen Tagesgäste eine Strandpauschale entrichten müssen. Mit den Einnahmen werden etwa Strandreinigung, Toiletten, Wasserwacht oder auch ein kostenloser Bus-Shuttle finanziert.

Hohe Parkgebühren gegen Touristen-Ansturm

Eine andere Idee sind Parkplatzgebühren rund um Tourismus-Hotspots. Garmisch-Partenkirchen setzt das in diesem Corona-Winter zum ersten Mal um. Skitourengeher und Wanderer müssen an den Parkplätzen von Alpspitz- und Kreuzeckbahn sowie Hausberg ab Freitag 15 Euro Parkgebühr zahlen. Die Gebühr soll den Besucheransturm steuern und für Infrastrukturelles wie etwa Toiletten, Einweiser und das Räumen und Streuen der Parkplätze verwendet werden.

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