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"Stadtluft macht frei": Knobloch fordert Namensänderung | BR24

© picture alliance / Sven Hoppe/dpa

Charlotte Knobloch

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"Stadtluft macht frei": Knobloch fordert Namensänderung

Die Landesausstellung 2020 steht unter dem Motto "Stadtluft macht frei – Wittelsbacher Stadtgründer". Die Nähe zur menschenverachtenden Toraufschrift an nationalsozialistischen Konzentrationslagern – "Arbeit macht frei" – entsetzt Charlotte Knobloch.

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Das Motto der Landesausstellung 2020 "Stadtluft macht frei – Wittelsbacher Stadtgründer" sorgt für Empörung. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, fordert die sofortige Umbenennung der Ausstellung.

"Ganz schnell ändern!"

"Ohne großes Aufhebens sollte das ganz schnell geändert werden. Weil das vergiftet Menschen, vergiftet junge Menschen und hat einen sehr schlechten Beigeschmack", sagte Knobloch dem Bayerischen Rundfunk. Der Ausstellungstitel wecke Assoziationen mit den Vernichtungslagern: "Das ist ein ganz klarer Ausdruck, der jedem wehtut, der damit zu tun hatte", so Knobloch weiter.

Rund 100.000 Besucher werden erwartet

Die Bayerische Landesausstellung 2020 wird von den Städten Friedberg und Aichach sowie dem Landkreis gemeinsam ausgetragen. Ausstellungsort ist unter anderem das neu renovierte Friedberger Schloss, in dem heute das Kampagnenmotiv vorgestellt wurde. Zwischen Mai und November 2020 werden dazu rund 100.000 Besucher aus ganz Bayern erwartet.

Bayern wird zum Städteland

Die Bayerische Landesausstellung 2020 erzählt, wie Bayern etwa von 1200 bis 1300 zum Städteland wurde. Für die Menschen bot das Leben in den neuen Städten viele Chancen: Sicherheit der Person, Schutz des Eigentums, Freiheit des Handels. Und so lautet ein bis heute populärer Rechtssatz: "Stadtluft macht frei!".