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Bildrechte: pa/dpa/Armin Weigel

Knaus Tabbert bleibt in der Erfolgsspur: Der Wohnwagen-Hersteller aus Niederbayern machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von etwa 800 Millionen Euro, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um über elf Prozent entspricht.

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Corona-Boom: Knaus Tabbert bleibt in der Erfolgsspur

Die Knaus Tabbert AG mit Sitz im niederbayerischen Jandelsbrunn hat erneut ihre Umsätze steigern können. Darüber informierte der Wohnwagenersteller in seiner Jahrespressekonferenz. Im vergangenen Jahr wurden 800 Millionen Euro erwirtschaftet.

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Von
  • Martin Gruber
  • BR24 Wirtschaft

Die Knaus Tabbert AG hat ihre Umsätze erneut gesteigert. Der Freizeitfahrzeuge-Hersteller mit Hauptsitz in Jandelsbrunn im Landkreis Freyung-Grafenau informierte am Mittag in Düsseldorf in seiner Jahrespressekonferenz über aktuelle Entwicklungen. Firmensprecher Stefan Diehl bezeichnete diese vorab im BR-Interview als "sehr erfreulich".

Schub auch durch Corona

2020 seien gut 24.000 Freizeitmobile - Reisefahrzeuge, Wohn- und Kastenwagen - verkauft worden. Das entspreche einem Umsatz von etwa 800 Millionen Euro und erneut einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahr - um über elf Prozent. "Wir haben in den vergangenen sieben Jahren immer im zweistelligen Prozentbereich zugelegt. Und es sieht alles danach aus, als würde diese Entwicklung anhalten", sagt Stefan Diehl, Sprecher der Knaus Tabbert AG.

Als Gründe nannte er das veränderte Urlaubsverhalten der Kunden und das gewandelte Image von Wohnwagen. Die Corona-Pandemie habe Knaus Tabbert zusätzlich einen Schub gebracht. "Die Leute wollen ihren Urlaub möglichst unabhängig gestalten", so Diehl.

Firma "an der Belastungsgrenze"

Verzögerungen in Lieferketten und Rohstoffmangel stellten allerdings auch die Freizeitfahrzeuge-Industrie vor Probleme. Knaus Tabbert wolle mit Maßnahmen wie flexiblere Urlaubszeiten bei der Belegschaft entgegenwirken. Was die Produktion angehe, sei die Firma "an der Belastungsgrenze und teilweise darüber hinaus".

Die Zeichen stehen weiter auf Wachstum. Laut Stefan Diehl werde das Unternehmen in diesem Jahr in seine Standorte investieren. Insgesamt sollen 600 neue Mitarbeitende eingestellt werden, ein Großteil davon im Hauptwerk in Jandelsbrunn. Zudem entsteht in Ungarn ein neues Produktionswerk.

💡 Das Unternehmen Knaus Tabbert

Die Knaus Tabbert AG mit vier Standorten in Deutschland und Ungarn ist nach Firmenangaben ein führender Hersteller von Freizeitfahrzeugen in Europa. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 3.100 Mitarbeitende, rund 1.500 davon in Jandelsbrunn. Im Oktober 2008 gab die Firma ihre Insolvenz bekannt - laut Unternehmenssprecher Diehl eine Folge der Wirtschafts- und Bankenkrise. 2009 wurde Knaus Tabbert von der niederländischen Investmentgesellschaft HTP Investments BV übernommen. Im September 2020 ging das Unternehmen an die Börse.

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