Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Knapp 900 Polizeieinsätze in der Silvesternacht in Oberbayern | BR24

© BR/Felix Hšrhager fŸr den Bayerischen Rundfunk

Silvester / Neujahr 2019 in München

Per Mail sharen

    Knapp 900 Polizeieinsätze in der Silvesternacht in Oberbayern

    Auch in Oberbayern haben die Menschen wieder ordentlich gefeiert und geböllert, um das neue Jahr zu begrüßen. Und wie jedes Jahr hatten Polizei und Feuerwehr alle Hände voll zu tun - vor allem in München.

    Per Mail sharen

    Die Feierlaune in der Münchner Innenstadt war groß. Rund 16.000 Menschen haben laut Polizei in der vergangenen Nacht das neue Jahr begrüßt. Am größten war der Andrang am Münchner Marienplatz. Dort versammelten sich zu Spitzenzeiten rund 8.000 Menschen. Die Polizei beobachtet am Marienplatz seit ein paar Jahren einen immer größeren Andrang und damit einhergehend mehr Delikte. Die Präsenz wurde deshalb gegenüber dem Vorjahr verstärkt. Mehr als hundert Beamte waren in der Nacht rund ums Rathaus im Einsatz. Außerdem wurden zum ersten Mal Überwachungskameras verwendet, die nach der Aufstellung für den Christkindlmarkt weiterbetrieben wurden. An den beiden Kult-Silvesterplätzen Friedensengel und Olympiapark hatten sich jeweils 4.000 Feiernde versammelt.

    Körperverletzungen, Ruhestörungen, Probleme mit Böllern

    Zigmal mussten Beamte der Münchner Polizei in der Innenstadt zu silvestertypischen Einsätzen ausrücken. Vom frühen Abend bis morgens gegen 5 Uhr Früh zählten sie rund 340 Einsätze. Laut dem Münchner Präsidium war es eine "arbeitsreiche Silvesternacht". Allerdings handelte es sich vorwiegend um Routineeinsätze, wie sie jedes Jahr an Silvester vorkommen. Konkret waren es 112 Streitereien und Randaliereien, 70 Körperverletzungen, 49 Ruhestörungen, 48 Brände und sieben Sachbeschädigungen. In 50 Fällen gab es Probleme mit Feuerwerkskörpern. So mussten etwa zwei Stockwerke eines Münchner Hotels evakuiert werden, weil ein Unbekannter auf dem Gang Pyrotechnik gezündet hatte. Rund hundert Menschen konnten aber kurz darauf wieder in ihre Zimmer zurückkehren. Laut Polizei wurden durch die Explosion eine Tür und ein Teppich beschädigt sowie der Feueralarm ausgelöst. Wirklich gebrannt hatte es laut Polizei aber nicht.

    Weniger große Brände in München als in Vorjahren

    Die Münchner Feuerwehr zieht insgesamt eine positive Bilanz: Die Einsatzkräfte mussten zwar rund 120-mal zu Einsätzen fahren. Darunter seien allerdings nur vier Großbrände gewesen, mit Sachschäden unter 20.000 Euro. Das seien deutlich weniger schadensträchtige Brände als in den Jahren zuvor, so ein Sprecher.

    Auch Sanitäter und Ärzte hatten in München alle Hände voll zu tun. Sie mussten vergangene Nacht rund 450 Einsätze leisten. Details dazu sind im Augenblick noch nicht bekannt.

    Knapp 550 Einsätze im Norden und Süden Oberbayerns

    Die Polizeipräsidien Oberbayern Nord und Oberbayern Süd melden außerhalb Münchens knapp 550 Einsätze mit Silvesterbezug. Insgesamt verlief der Jahreswechsel auch hier weitgehend friedlich. Die Einsatzkräfte mussten vorwiegend zu silvestertypische Ruhestörungen, Körperverletzungen, Streitigkeiten, Bränden und Sachbeschädigungen ausrücken – klassischerweise ausgelöst durch Alkohol.

    Drei Verletzte und hoher Schaden bei Wohnhausbrand in Steingaden

    In Steingaden im Landkreis Weilheim-Schongau sind bei einem Feuer drei Menschen verletzt worden. Ein Nachbar hatte den Brand des Wohnhauses im Ortsteil Urspring bemerkt und die Bewohner verständigt. Er selbst sowie ein 13-Jähriger und ein 19-Jähriger erlitten Rauchgasvergiftungen. Sie kamen ins Krankenhaus. Den Schaden schätzte die Polizei auf mindestens 300.000 Euro. Der Brand war nach ersten Erkenntnissen in einer Mülltonne ausgebrochen und hatte dann auf das Dach übergegriffen. Ob eine Rakete oder ein Böller das Feuer verursacht hatten, ist laut Polizei noch nicht vollständig geklärt.

    Peißenberg: Brand durch verirrten Feuerwerkskörper

    In Peißenberg im Landkreis Weilheim-Schongau kam es zu einem Küchenbrand, nachdem ein verirrter Feuerwerkskörper durch ein geöffnetes Fenster eines Einfamilienhauses in der Zugspitzstraße gelangt war. Hierdurch wurde ein Müllsack entzündet, der im weiteren Verlauf auf die Küche übergriff. Das Feuer konnte von den Bewohnern selbst gelöscht werden. Ein 31-jähriger Mann erlitt eine leichte Rauchgasintoxikation und musste in ein Krankenhaus verbracht werden. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 1.000 Euro.

    Feuerwerksbatterie führt zu Brand in Fürstenfeldbruck

    In Fürstenfeldbruck hat offenbar eine Feuerwerksbatterie einen Brand an einem Mehrfamilienhaus ausgelöst. Die Batterie war in einem angrenzenden Mülltonnenhäuschen platziert gewesen, von dort konnte das Feuer auf das Haus übergreifen. Der Sachschaden: rund 100.000 Euro. Verletzt wurde laut Polizei niemand.

    Ob der Brand einer Gartenhütte in Olching und ein Garagenbrand in Kottgeisering - beides ebenfalls im Landkreis Fürstenfeldbruck - auf verirrte Feuerwerkskörper zurückgeführt werden kann, sei noch nicht geklärt, so die Polizei.

    Mehr zum Thema
    • Arbeitsreiche Silvesternacht für Münchner Polizei
    • Silvesternacht in Bayern: Verletzte durch Böller und Brände
    Autoren
    • Christine Kerler
    • Frank Jordan
    Schlagwörter