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Geldautomat (Symbolbild)

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    Knapp 60 Bankfilialen werden in Unterfranken geschlossen

    Das Filialnetz der Geldinstitute in Unterfranken wird kräftig ausgedünnt. Bereits in diesem Jahr werden zahlreiche Filialen geschlossen, die übrigen folgen bis Ende 2021. Vor allem die Sparkassen in Unterfranken setzen massiv den Rotstift an.

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    Von
    • Stefanie Stockinger-von Lackum

    Die in Unterfranken vertretenen Geldinstitute dünnen ihr jeweiliges Filialnetz aus, schon in diesem Jahr werden zahlreiche Zweigstellen geschlossen, die übrigen folgen bis Ende des Jahres 2021. Besonders viele Filialen wollen die Sparkassen in Unterfranken schließen.

    Commerzbank-Filiale Kitzingen zieht nach Würzburg

    Im Zuge der Corona-Pandemie wurde die Commerzbank-Filiale in Kitzingen im März geschlossen. Wie das Unternehmen mitteilte, wird diese Filiale nicht wieder geöffnet. Die Kunden sowie die Mitarbeiter haben bereits in die Filiale nach Würzburg gewechselt. Im Rahmen der Filialschließung wird auch die "Selbstbedienungszone" ab Ende September für die Kunden in Kitzingen wegfallen.

    Damit die Kunden aber nicht ohne Bargeld sind, verweist die Commerzbank auf die kostenlose Nutzung der Automaten der Cash-Group (Deutsche Bank, HypoVereinsbank und Postbank). Zudem seien auch Barauszahlungen bei verschiedenen Super- und Drogeriemärkten sowie an Tankstellen möglich. Die Schließung der Filiale in Kitzingen ist eine Folge der bereits im Sommer 2019 angekündigten Reduzierung des Filialnetzes von 1.000 auf 800 Standorte.

    HypoVereinsbank künftig mit 15 statt 16 Filialen in Unterfranken vertreten

    Die HypoVereinsbank wird ihre Filiale in Miltenberg mit der Filiale in Obernburg zusammenlegen. Diese Zusammenlegung wurde bereits vor der Corona-Pandemie beschlossen, so das Geldinstitut. Alle Kunden seien über diese Zusammenlegung bereits vorab informiert worden, so die HypoVereinsbank.

    Sparkasse Mainfranken schließt fast ein Drittel ihrer Filialen

    Bis Ende des Jahres will die Sparkasse Mainfranken insgesamt 29 Filialen schließen. Folgende Standorte sind laut Sparkasse davon betroffen: Albertshofen, Kleinlangheim, Markt Einersheim, Marktsteft, Rödelsee, Aura, Hafenlohr, Hasloch, Gräfendorf (SB), Himmelstadt, Karlburg, Lindig-Siedlung, Oberndorf/Bischbrunn, Retzstadt, Rieneck, Thüngen, Urspringen, Wiesenfeld, Wiesthal, Frickenhausen, Gaukönigshofen, Theilheim (SB), Thüngersheim (SB), Waldbrunn (SB), Leinach, Winterhausen, Heidingsfeld-West (SB), Keesburg und Sanderau-Süd.

    Außerdem sollen neun bislang mit Mitarbeitern besetzte Filialen in sogenannte Selbstbedienungs-Standorte umgewandelt werden. Hierzu gehören die Filialen in Oberbreit, Prichsenstadt, Birkenfeld, Langenprozelten, Marktheidenfeld-Baumhofstraße, Obersinn, Retzbach, Reichenberg und Sommerhausen.

    Sparkasse Schweinfurt-Haßberge macht 14 Filialen dicht

    Die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge schloss wegen der Corona-Pandemie Ende März mehrere kleinere und mittlere Filialen für den direkten Kundenverkehr. Die meisten sind mittlerweile wieder geöffnet. Allerdings bleiben sieben dieser Filialen für immer geschlossen, wie die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge mitteilte.

    Um Zweigstellen handelt es sich: Eßleben, Greßthal, Hesselbach, Oberwerrn, Sulzheim, Wipfeld und im Schweinfurter Wohnstift Augustinum. Sieben weitere Filialen sollen dann bis Ende 2021 geschlossen werden. Hier handelt es sich um die Filialen in Geldersheim, Oberschwarzach, Obertheres und Röthlein sowie um vier Filialen in der Stadt Schweinfurt (Deutschhof, Segnitzstraße, Gartenstadt, Markt).

    Künftig 39 Filialen bei der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau

    Von bisher 50 Filialen verkleinert sich die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau auf künftig 39 Geschäftsstellen. Folgende Filialen wurden bereits zum 1. August geschlossen: Gailbach und Scheffelstraße in Aschaffenburg, Mainparksee in Mainaschaff, Wasserlos in Alzenau, Heinrichsthal, Kleinkahl sowie Wiesen in Schöllkrippen und Hösbach-Bahnhof sowie Rottenberg in Hösbach.

    Zwei weitere Filialen in Schöllkrippen, nämlich Geiselbach und Westerngrund, werden zum 1. Dezember 2020 zugemacht. Die Filialen in Rothenbuch und Weibersbrunn seien in sogenannte Servicefilialen umgewandelt worden. Das bedeutet, an einem Tag in der Woche ist die Geschäftsstelle für alle Serviceanliegen geöffnet und ein Mitarbeiter vor Ort, erklärt das Geldinstitut.

    Schließungen mit verändertem Kundenverhalten begründet

    Egal, wie viele Filialen die einzelnen Banken in Unterfranken schließen werden, die Geldinstitute nennen hierfür immer dieselben Gründe: Die Kunden hätten ihr Nutzungsverhalten geändert, sie würden nun verstärkt die digitalen und mobilen Angebote der einzelnen Banken nutzen. Immer weniger Kunden würden somit für die klassischen Geld- und Servicegeschäfte direkt in die Filialen gehen.

    Trotz der zahlreichen Schließungen sollen keine Mitarbeiter entlassen werden. Denn die Banken haben die Erfahrung gemacht, dass ihre Kunden wichtige Themen wie beispielsweise eine Baufinanzierung oder Vorsorgeplanung persönlich mit einem Berater besprechen möchten. So wollen die Banken trotz des veränderten Filialnetzes ihren Kunden einen Mix an persönlicher Beratung sowie digitalen und mobilen Angeboten bieten.

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