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Knapp 400 Streikende ziehen vom Klinikum zum Nürnberger Rathaus | BR24

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Knapp 400 Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen und aus kommunalen Pflegeeinrichtungen haben vor dem Nürnberger Rathaus ihre Forderungen bekräftigt. Sie wollen mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen.

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Knapp 400 Streikende ziehen vom Klinikum zum Nürnberger Rathaus

"Klatschen alleine reicht nicht!" Bei einer Streikdemo durch die Nürnberger Innenstadt haben knapp 400 Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen auf ihre Probleme aufmerksam gemacht. Lautstark forderten sie unter anderem höhere Löhne.

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"Wir möchten Pflegen – nicht den Dienst überleben" – mit solchen Transparenten und lautstarken Forderungen sind knapp 400 Streikende aus dem Gesundheitswesen vom Klinikum Nord quer durch die Innenstadt vor das Nürnberger Rathaus gezogen.

Gewerkschaft Verdi will Druck in Tarifverhandlungen erhöhen

Damit wollten die Beschäftigten der systemrelevanten Berufe im Gesundheitswesen den Druck erhöhen für ihre Forderungen in der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes.

"Es sind so viele gekommen und es werden immer mehr, weil die Arbeitgeber sich nicht bewegen und keine Anerkennung zeigen für die Arbeit, die hier im Klinikum, in der Altenpflege und auch im Servicebereich im Klinikum geleistet wird." Martin Schmalzbauer, Verdi Mittelfranken

48-Stunden Warnstreik der Pflegenden

Sie fordern 4,8 Prozent mehr Lohn oder mindestens 150 Euro mehr im Monat, bezahlte Pausen, Arbeitsentlastungen und zusätzliche freie Tage. Das seien bescheidene Forderungen angesichts der Tatsache, dass genug Geld da sei, um ganze Konzerne zu retten.

"Für die Beschäftigten, die die Gesellschaft hier gerettet haben und weiterhin noch retten während der Pandemie - für die soll kein Geld da sein – das ist nicht vermittelbar." Martin Schmalzbauer, Verdi Mittelfranken

Die Streikdemonstration ist Bestandteil eines 48-stündigen Warnstreiks bei Nürnberg Stift und dem Klinikum Nürnberg.

Auch Beschäftigte der Altenpflege beteiligen sich am Streik

An der Streikdemonstration beteiligten sich neben den Klinikmitarbeiterinnen und -mitarbeitern auch wieder Beschäftigte der kommunalen Altenpflege im Nürnberg Stift sowie die Angestellten der Klinikum Nürnberg Service GmbH. Zu der Tochtergesellschaft des Klinikums gehören unter anderem Empfang, Küche, Näherei und die Wäscherei sowie der Transportdienst und der Reinigungsservice. Verdi fordert, dass auch diese Service-Beschäftigten nach dem öffentlichen Dienst bezahlt werden.

© BR-Studio Franken/Hofmann

Die Demonstranten zogen mit ihren Plakaten durch die Nürnberger Innenstadt.

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Knapp 400 Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen haben in Nürnberg für ihre Rechte gestreikt.

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Sie hatten zahlreiche Streikplakate mit ihren Forderungen dabei.

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Die Streikdemonstration ist Bestandteil eines 48-stündigen Warnstreiks bei Nürnberg Stift und dem Klinikum Nürnberg.

Notbetreuung für Patienten und Heimbewohner

Beim Nürnberg Stift sowie am Klinikum Nürnberg hat die Gewerkschaft Verdi eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen, die die Sicherheit der Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Patienten während des Arbeitskampfs garantierte. Am Klinikum waren jedoch die Verhandlungen zur weiteren Ausgestaltung der Vereinbarung erneut durch den Vorstand abgebrochen worden, so Verdi.

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