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Knapp 33.000 Familien in Bayern beantragten bisher Baukindergeld | BR24

© Hauke-Christian Dittrich/dpa

Das Baukindergeld kann noch bis Ende 2020 beantragt werden. Über eine Verlängerung soll erst nach der nächsten Bundestagswahl entschieden werden.

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    Knapp 33.000 Familien in Bayern beantragten bisher Baukindergeld

    Vor zwei Jahren wurde das Baukindergeld beschlossen - seitdem haben in Bayern fast 33.000 Familien die Förderung in Anspruch genommen. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der FDP-Bundesagsfraktion hervor.

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    Im Freistaat haben in den vergangenen beiden Jahren knapp 33.000 Familien Baukindergeld beantragt. Wie das Bundesinnenministerium auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion mitteilte, wurde von den in Bayern gestellten Anträgen bis Ende Mai rund 22.000 bewilligt. In ganz Deutschland wurde die finanzielle Unterstützung seit Beginn des Förderprogramms vor fast zwei Jahren, knapp 233.000 Mal beantragt. Besonders beliebt ist es demnach in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg.

    In Bayern fällt Baukindergeld höher aus

    Im September 2018 war beschlossen worden, dass Familien für den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Immobilie bei der zuständigen Förderbank KfW Anträge auf einen staatlichen Zuschuss stellen können. Pro Kind gibt es 12.000 Euro, ausgezahlt in zehn Jahresraten zu je 1.200 Euro.

    In Bayern gibt es sogar noch etwas mehr Geld für Familien: Mit dem sogenannten Baukindergeld Plus hat das Land den Zuschuss des Bundes um 300 Euro pro Jahr und Kind erhöht. Voraussetzung ist jedoch, dass die Antragsteller ununterbrochen zehn Jahre selbst in der Immobilie wohnen. Nach Angaben des Bauministeriums wurden im Freistaat bislang knapp 15.000 Anträge auf diese zusätzlichen Zahlungen bewilligt.

    Zuschuss am häufigsten für gebrauchte Immobilien

    Bundesweit wurde der Zuschuss mit Abstand am häufigsten (60 Prozent der Fälle) für den Kauf einer gebrauchten Immobilie beantragt, gefolgt von Bau oder Kauf eines neuen Hauses und dem Kauf einer gebrauchten Wohnung. Selten wird es für Bau oder Kauf einer neuen Eigentumswohnung beantragt.

    Für die Jahre 2018 und 2019 fielen rund 102 Millionen an Verwaltungskosten an, für das laufende Jahr rechnet das Innenministerium mit weiteren 65,33 Millionen Euro. Das Ministerium will Wirtschaftsprüfer Höhe und Angemessenheit der Verwaltungskosten bewerten lassen.

    FDP-Fraktion bewertet Baukindergeld negativ

    Kritik an dem staatlichen Förderprogramm kommt jedoch von der FDP-Bundestagsfraktion."Das Baukindergeld entpuppt sich als massives Bürokratiemonster und verschlingt Unsummen allein für die Verwaltung", so der baupolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Daniel Föst. "Das ist ineffizient und nicht hinnehmbar", so der FDP-Abgeordnete. Dieses "Subventionsdrama" hätte nie an den Start gehen dürfen, erklärte Föst. "Ein Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer ist das bessere Instrument, damit mehr Menschen in die eigenen vier Wände ziehen können."

    Das Förderprogramm läuft nach bisherigem Stand jedoch nur noch bis Ende des Jahres. Insgesamt stehen dafür 9,9 Milliarden Euro zur Verfügung. Ob es verlängert wird, soll erst nach der nächsten Bundestagswahl entschieden werden.

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