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Klostersee in Trennfeld: Aktuelle Wasserproben sind unauffällig | BR24

© BR/Sylvia Schubart-Arand

Klostersee in Trennfeld: Aktuelle Wasserproben sind unauffällig

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    Klostersee in Trennfeld: Aktuelle Wasserproben sind unauffällig

    Die Europäische Umweltagentur hat den Klostersee in Trennfeld im Landkreis Main-Spessart Anfang Juni als schlecht eingestuft. Aktuelle Wasserproben sind jedoch unauffällig. Schwimmende Inseln sollen dafür sorgen, dass das so bleibt.

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    Am Parkplatz des Klostersees im Triefensteiner Ortsteil Trennfeld warnt ein Schild vor dem Baden im See. Anfang Juni 2020 wurde der See im jährlichen Bericht zur Wasserqualität der europäischen Umweltagentur erneut als schlecht eingestuft. Damit ist der Klostersee bayernweit der einzige mit unzureichenden Messwerten.

    Aktuelle Wasserproben sind nicht mehr auffällig

    "Die aktuellen Proben des Landratsamts sind aber gut", sagt Triefensteins Bürgermeisterin Kerstin Deckenbrock. Bei der Einstufung der Wasserqualität werden nach der Badegewässerverordnung die letzten 16 Proben berücksichtigt. Um einen See einzustufen, berechnet das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) daher einen Durchschnittswert der vergangenen vier Jahre.

    Nilgänse sorgten 2018 für schlechte Werte

    Eine Probe, die am 23. April 2018 dem Klostersee in Trennfeld entnommen wurde, wies sehr viele Enterokokken, also Darmbakterien auf. Die schlechten Messwerte sind vermutlich auf Nilgänse zurückzuführen, die sich vor zwei Jahren am See aufgehalten haben. Man schleppe das Jahr 2018 noch mit, zitiert Triefensteins Bürgermeisterin Deckenbrock einen Mitarbeiter des Gesundheitsamts. Die jährlich sechs bis acht Proben, die seither entnommen wurden, seien aber nicht mehr auffällig gewesen.

    Schwimmende Inseln sollen das Ufer entlasten

    Um bei den Wasserproben auch in Zukunft gute Werte zu erzielen, möchte die Bürgermeisterin nach der Badesaison "schwimmende Inseln" in den Klostersee einsetzen. Gemeint sind damit Pflanzen-Inseln, deren Wurzeln nach unten ins Wasser hängen. Sie könnten Nährstoffe aufnehmen und gleichzeitig Brutstellen für Wasservögel sein, heißt es aus dem Rathaus. Das soll die Uferstreifen entlasten, an denen die Wasserproben entnommen werden. Bürgermeisterin Deckenbrock hofft darauf, dass der Freistaat das Projekt fördert.

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