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Mit 100 geladenen Gästen wollte ein Hochzeitspaar seine Vermählung feiern. Die frisch Verheirateten hatten ihre Gäste in den Innenhof von Kloster Bernried im Landkreis Weilheim-Schongau eingeladen. Die Polizei löste die Feier auf.

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Kloster Bernried: Polizei löst Hochzeitsfeier mit 100 Gästen auf

Mit 100 geladenen Gästen wollte ein Hochzeitspaar seine Vermählung feiern. Die frisch Verheirateten hatten ihre Gäste in den Innenhof von Kloster Bernried im Landkreis Weilheim-Schongau eingeladen. Die Polizei löste die Feier auf.

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Von
  • Frank Jordan
  • BR24 Redaktion

Die Polizei hat am Samstagnachmittag eine Hochzeitsfeier in Bernried mit 100 geladenen Gästen aufgelöst, die meisten hatten die Veranstaltung allerdings bereits vorher verlassen. Wie die Polizei berichtet, hatte das Hochzeitspaar dort nach der kirchlichen Trauung in den Innenhof von Kloster Bernried eingeladen. Dort hatten der 31-jährige Bräutigam und seine 30-jährige Braut ein Buffet und Tische für etwa 100 Gäste aufbauen lassen. Die Oberin des Klosters, Schwester Mechthild Hommel, betont allerdings, es habe kein richtiges "Buffet" gegeben, sondern lediglich ein "Sektfrühstück" - also maximal kleine Happen. Außerdem sind es aus ihrer Sicht deutlich weniger Gäste gewesen. Im Inneren der Kirche habe es bei der Trauung nur 30 angemeldete Gäste gegeben.

Derzeit nur engster Familienkreis erlaubt

Die Polizei berichtet, nach einem Zeugenhinweis begaben sich mehrere Streifen der zuständigen Polizeiinspektion Penzberg und weiterer Dienststellen aus der Region zu der Hochzeitsörtlichkeit. Als die Beamten dort eintrafen, hatten die meisten Gäste die Feier bereits verlassen. Sie sollen Mindestabstände nicht eingehalten und teilweise keine Mund-Nasen-Maske getragen haben. Nach der aktuellen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung darf eine Hochzeitsgesellschaft zur Zeit neben den Trauzeugen nur Mitglieder des engsten Familienkreises umfassen.

Keine Ausnahmegenehmigung des Landratsamtes

Zudem wäre selbst unter diesen Bedingungen eine Ausnahmegenehmigung des Landratsamtes erforderlich gewesen. Diese gab es laut Polizei nicht. Ausweislich der Gästeliste waren etwa 100 Personen eingeladen, auf sie und das Brautpaar kommen Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz zu.

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