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Klinikverbund Regiomed in Oberfranken rechnet mit hohem Defizit | BR24

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Im Herbst war überraschend bekannt geworden, dass die Regiomed-Kliniken im Geschäftsjahr 2018 erstmals ein Millionendefizit verzeichnen werden. Der neue Vorstand präsentierte heute die Zahlen.

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Klinikverbund Regiomed in Oberfranken rechnet mit hohem Defizit

Noch immer ist nicht klar, wie groß das Millionendefizit ist, das der regionale Klinikverbund Regiomed in Oberfranken 2018 gemacht hat. Dieses Jahr rechnet der neue Hauptgeschäftsführer mit circa 17 Millionen Euro.

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Im vergangenen Herbst war überraschend bekannt geworden, dass die Regiomed-Kliniken in Oberfranken und Thüringen im Geschäftsjahr 2018 erstmals ein Millionendefizit verzeichnen werden. Daraufhin hatte man sich vom damaligen Geschäftsführer Joachim Bovelet getrennt. Bislang hieß es, das Regiomed-Defizit bewege sich im einstelligen Millionenbereich. Heute teilte der Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke mit, dass es wohl höher ausfallen werde. Wie hoch genau, das sei aber noch nicht klar.

Dieses Jahr: 17,1 Millionen Euro Defizit

Schmidtke war Ende 2018 zum neuen Geschäftsführer berufen worden und hat Anfang dieser Woche seine Arbeit als Hauptgeschäftsführer offiziell begonnen. Für dieses Jahr prognostiziert die Geschäftsführung von Regiomed ein Defizit von 17,1 Millionen Euro. Als Grundlage dienen die ersten vier Monate in diesem Jahr.

Der Verbund: zu groß und zu komplex?

Grund für die schlechte Situation ist die Komplexität des Klinikverbundes, sagte Schmidtke. Regiomed hätte 17 Tochtergesellschaften, 20 verschiedene Altersvorsorgesysteme und 40 verschiedene Tarifwerke. Man hätte den Verbundgedanken nicht richtig zu Ende gedacht, aber auch viele Optimierungsprozesse verschlafen, so der neue Hauptgeschäftsführer.

Ein Konzept für die Zukunft muss her

Nun müsse man ein Zukunftskonzept entwickeln. Dazu gehören die Zentralisierung der Verwaltung, der Einkauf von Material, so Schmidtke. Laut mehreren Gutachten hätte der Klinikverbund ein Optimierungspotential von 30 bis 40 Millionen Euro. Deswegen blicke man positiv in die Zukunft.

Personal steht zur Debatte

Auch die Personalsituation soll überdacht werden. Regiomed beschäftigt derzeit mehr als 5.000 Mitarbeiter. Betriebsbedingte Kündigungen schloss Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke aus. In rund drei bis fünf Jahren will das Unternehmen wieder schwarze Zahlen schreiben. Die Regiomed-Kliniken GmbH betreibt als regionaler Klinikverbund medizinische Einrichtungen in Coburg, Lichtenfels sowie in Südthüringen.