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Klinikverbund ANregiomed: 2019 Verlust von 8,5 Millionen Euro | BR24

© BR/Inga Pflug

Das Klinikum Ansbach zählt zum Klinikverbund ANregiomed, der für 2019 von einem Verlust von 8,9 Millionen Euro ausgeht.

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    Klinikverbund ANregiomed: 2019 Verlust von 8,5 Millionen Euro

    Der Klinikverbund ANregiomed rechnet für das Wirtschaftsjahr 2019 mit einem Verlust von 8,5 Millionen Euro. Trotzdem spricht ANregiomed positiv über die vorläufige Bilanz. Zudem hat die dazugehörige Ansbacher Frauenklinik einen neuen Chefarzt.

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    Eigentlich war der Krankenhausverbund ANregiomed von einem Minus von 9,2 Millionen Euro ausgegangen. Der geringere Verlust sei "durch Einsparungen im Materialaufwand und in den Sachkosten möglich, während die Personalkosten nur geringfügig unter den Planwerten lagen", so ANregiomed-Vorstand Gerhard Sontheimer. Im vorherigen Wirtschaftsjahr betrug der Verlust 18,7 Millionen Euro.

    Klinikum mit großem Spar- und Sanierungsdruck

    Die Strategie für das aktuelle Jahr sei, Patienten und einweisende Ärzte von der "Qualität der erweiterten medizinischen Angebote" zu überzeugen, heißt es in der Meldung. Dabei sieht sich ANregiomed vielen Herausforderungen gegenüber: Einerseits einem massiven Spar- und Sanierungsdruck, weil das Unternehmen jahrelang defizitär gearbeitet hatte.

    Neuer Chefarzt für die Frauenklinik Ansbach

    Gleichzeitig kämpft ANregiomed mit Personalschwund, weil Mitarbeiter kündigen – wie etwa zuletzt in der Frauenklinik am Klinikum Ansbach. Dort hatten der Chefarzt und weitere Oberärztinnen fast zeitgleich gekündigt und werden bis Ende März die Klinik verlassen. Frauenärzte in Ansbach hatten sich daraufhin besorgt gezeigt, wie es mit der Gynäkologie am Klinikum Ansbach weitergehen soll. Wie das Klinikum nun mitteilt, wurde ein neuer Chefarzt gefunden: Dr. Martin Koch wird ab 1. April den Posten übernehmen. Damit sei die Versorgung gesichert, heißt es weiter. Der 39 Jahre alte Martin Koch war bisher Oberarzt an der Uniklinik Erlangen.

    Personalschwund im Sanierungsprozess

    Zusammen mit Martin Koch wird auch eine Kollegin als Oberärztin in Ansbach anfangen. Allerdings sind damit nur zwei der fünf vakanten Stellen besetzt. Nach Angaben des Klinikums werden aktuell noch Gespräche mit weiteren Bewerbern geführt. Offizielle Erklärungen für die Kündigungen gibt es nicht, im Hintergrund ist aber von schwierigen Arbeitsbedingungen die Rede, die auch mit dem Sanierungsprozess im Unternehmen zusammenhängen sollen. Die aktuelle Personallage führt auch dazu, dass zum Beispiel 60 der 360 Betten im Klinikum Ansbach nicht belegt werden können, weil die Pflegekräfte fehlen und nicht so schnell ersetzt werden können.

    Verbund von Kliniken

    Zu ANregiomed gehören außerdem die Kliniken Dinkelsbühl, Rothenburg und die Praxisklinik Feuchtwangen. Für die Behandlung akutstationärer Patienten stehen insgesamt 750 Planbetten zur Verfügung. In den Hauptfachabteilungen und den Belegabteilungen sind rund 2.500 Mitarbeiter tätig, um jährlich 40.000 akutstationäre Patienten zu versorgen.