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Klinikum und Stadtverwaltung: Verdi streikt auch in Bayreuth | BR24

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Verdi ruft auch in Bayreuth zu Streiks auf.

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Klinikum und Stadtverwaltung: Verdi streikt auch in Bayreuth

Einen Tag nachdem in Coburg und Bamberg die Busfahrer gestreikt haben, legen Beschäftigte auch in Bayreuth ihre Arbeit nieder. Betroffen ist neben der Stadtverwaltung und dem Bauhof auch das Klinikum.

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Von
  • Markus Feulner

Die Gewerkschaft Verdi weitet ihre Warnstreiks in Oberfranken aus. Am Mittwoch sind in Bayreuth unter anderem der Bauhof, die Stadtverwaltung das Klinikum und die Bezirksklinik betroffen.

Streik am Klinikum Bayreuth: Leitung stellt Notfallplan auf

Der Streiktag in Bayreuth beginnt um 5.30 Uhr am Stadtbauhof. Für 9.00 Uhr ist eine Kundgebung vor dem Haupteingang des Klinikums angesetzt. Dort werden die Beschäftigten gemeinsam mit ihren Kollegen des Bezirksklinikums demonstrieren. Der Streik am Klinikum soll den ganzen Tag dauern. Mit den Klinikleitungen wurden Notfallpläne aufgestellt, um die Versorgung der Patientinnen und Patienten sicher zu stellen, so die Verdi Bezirksgeschäftsführerin Oberfranken Ost, Tina Karimi-Krause gegenüber dem BR.

Verdi fordert mehr Geld für Öffentlichen Dienst

Höhepunkt des Streiktages ist am Nachmittag eine Kundgebung auf dem La-Spezia-Platz. Besonders die Beschäftigten der Stadt seien zur Teilnahme aufgerufen, denn zeitgleich findet eine Stadtratssitzung in der anliegenden Schlossgalerie statt. Verdi fordert für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst eine Gehaltsanhebung um 4,8 Prozent und mehr Stellen, vor allem im Heil- und Pflegebereich.

Corona-Pandemie: Beschäftigte halten Leben am Laufen

Die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst hätten von der Müllabfuhr bis zu den Pflegeberufen während des Corona-Lockdowns das öffentliche Leben am Laufen gehalten - zum Teil unter Gefährdung ihrer eigenen Gesundheit. Das müsse von den Arbeitgebern gewürdigt werden.

Arbeitgeber blockieren bei Tarifverhandlungen

Anstatt jetzt ein Angebot vorzulegen, wolle man die Beschäftigten, die vor kurzem noch beklatscht wurden, mit Kleinstbeträgen abspeisen, kritisiert Karimi-Krause in einer Pressemitteilung die Arbeitgeberseite, der sie eine Blockadehaltung bei den Tarifverhandlungen vorwirft.

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