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Klinikum Nürnberg beteiligt sich an Welt-Hepatitis-Tag | BR24

© dpa/pa, Julian Stratenschulte

Ein Kinderarzt impft ein Kind mit einem 6-fach-Kombinationsimpfstoff

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    Klinikum Nürnberg beteiligt sich an Welt-Hepatitis-Tag

    Von 325 Millionen Menschen weltweit, die an Hepatitis B und C erkrankt sind, wissen gut 290 Millionen nichts von ihrer Krankheit. Der Welt-Hepatitis-Tag am Dienstag (28.07.) soll aufklären. Das Klinikum Nürnberg beteiligt sich am Aktionstag.

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    Hepatitis ist eine Leberentzündung. Die Ursachen für die Erkrankung sind vielfältig. Sie kann unter anderem durch unterschiedliche Viren (Hepatitis-Virus A bis E), Gifte, Medikamente oder Autoimmun-Erkrankungen verursacht werden. Sie kann ansteckend sein oder nicht, chronisch oder akut, heilbar oder nur kontrollierbar sein. Viele Patienten aber wissen oft gar nicht, dass sie an Hepatitis leiden. Die WHO will mit dem Aktionstag am Dienstag (28.07.) die Krankheit bekannter machen und aufklären. Das Klinikum Nürnberg empfiehlt eine Impfung zum Schutz.

    Hepatitis hat viele Ursachen

    "Es gibt nicht die eine Hepatitis", erklärt Prof. Dr. Alexander Dechêne, Chefarzt im Klinikum Nürnberg. "Es gibt ganz unterschiedliche Ursachen, Ausprägungen und Heilungsverläufe. Bei manchen verläuft die Hepatitis unbemerkt, bei anderen wird sie lebensbedrohend. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Diagnose und Therapie, um Spätfolgen zu vermeiden und Neuansteckungen zu verhindern", so Dechêne.

    Der Welt-Hepatitis-Tag (28.07.) findet in diesem Jahr unter dem Motto "Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!" statt. Von 325 Millionen Menschen weltweit, die an Hepatitis B und C erkrankt sind, wissen gut 290 Millionen nichts davon, so die Weltgesundheitsorganisation WHO.

    Impfung wird empfohlen

    Das Klinikum Nürnberg appelliert an die Bevölkerung, sich testen zu lassen. Wichtig sei eine frühzeitige Diagnose, erklärt Prof. Dr. Alexander Dechêne. Die akute Hepatitis A fühle sich oft an wie eine Grippe oder verlaufe ganz symptomlos. Die chronischen Formen der Hepatitis B und C können langfristig zu gravierenden Spätfolgen wie Zirrhose und Leberkrebs führen.

    Bei bis zu zehn Prozent der infizierten Erwachsenen und bis zu 90 Prozent der infizierten Kinder nimmt die Erkrankung einen chronischen Verlauf, das heißt, das Virus bleibt ständig im Körper und kann zur Schrumpfung und Zerstörung der Leber führen, erklärt das bayerische Gesundheitsministerium. Eine Impfung sei daher dringend empfohlen.

    Im Klinikum Nürnberg und im zertifizierten Leberkrebszentrum werden jährlich Hunderte Patientinnen und Patienten mit einer Hepatitis und anderen Lebererkrankungen behandelt.

    Mit gezielter Therapie dem Leberkrebs vorbeugen

    Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft erkranken jedes Jahr rund 8.800 Männer und Frauen an Leberkrebs; Tendenz steigend. Häufig wird das Leberkarzinom erst spät entdeckt – in diesen Fällen ist die Aussicht auf Heilung ungünstig. "Da gerade die chronischen Formen der Virus-Hepatitis als Hauptursache für Leberkrebs gelten, ist eine frühzeitige Therapie ungemein wichtig, so Dechêne.

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