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Klinikum Ingolstadt erhält 2,3 Millionen Euro Schadensersatz | BR24

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Archivbild: Klinikum Ingolstadt

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    Klinikum Ingolstadt erhält 2,3 Millionen Euro Schadensersatz

    Sämtliche Konflikte um die Affäre am Ingolstädter Klinikum sollen jetzt endgültig beigelegt werden. Das Klinikum erhält 2,3 Millionen Euro Schadensersatz im Zuge eines Vergleichs.

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    Von
    • Julia Haas

    Es soll endlich Frieden einkehren: Das Klinikum Ingolstadt hat sich mit der Familie des verstorbenen Klinikum Geschäftsführers Heribert Fastenmeier, dem Ex-Oberbürgermeister Alfred Lehmann und weiteren Beteiligten auf einen Vergleich geeinigt. Das bestätigte das Klinikum in einer offiziellen Mitteilung.

    Das Klinikum erhält Schadensersatz in Höhe von 2,15 Millionen Euro. 150.000 Euro gingen bereits vorab als Schadenskompensation an das Krankenhaus. Der Vergleich soll die Konflikte um die Klinikum-Affäre endgültig beilegen. Weitere jahrelange Rechtsstreitigkeiten sollen so vermieden werden.

    Untreue, Vorteilsnahme, Bestechlichkeit

    Die Vetternwirtschaft am kommunalen Klinikum hatte die Stadt jahrelang beschäftigt. Gegen den früheren Geschäftsführer, Heribert Fastenmeier, hatte die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue, der Vorteilsannahme und der Bestechlichkeit Anklage beim Landgericht Ingolstadt erhoben. Fastenmeier erhängte sich nach achtmonatiger Untersuchungshaft im April 2017 in seiner Zelle. Zu den Beschuldigten gehörte auch Fastenmeiers Ehefrau und weitere Familienmitglieder.

    Alfred Lehmann ebenfalls verwickelt

    Alfred Lehmann war zu der Zeit Oberbürgermeister in Ingolstadt und als Vorsitzender des Krankenhauszweckverbands ebenfalls in die Machenschaften verwickelt. Wegen weiterer Vergehen hatte das Landgericht Ingolstadt Alfred Lehmann im Oktober 2019 wegen Bestechlichkeit im Amt und Vorteilsnahme zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

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