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Klinikum Fürth: Warnstreik für bessere Arbeitsbedingungen | BR24

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Klinikmitarbeiter in Fürth haben für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Sie fordern eine Lohnerhöhung von 4,8 Prozent sowie eine Corona-Prämie. Außerdem wünschen sie sich mehr Anerkennung für ihre Arbeit.

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Klinikum Fürth: Warnstreik für bessere Arbeitsbedingungen

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst gehen weiter: Rund 100 Beschäftigte haben am Klinikum Fürth lautstark für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld demonstriert. Außerdem forderten sie eine "Corona-Prämie".

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Seit sechs Uhr kommt es am Klinikum Fürth zu Einschränkungen im Betrieb. Die Gewerkschaft Verdi hat die 2.100 Beschäftigten zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen. Auf einer Kundgebung am Mittag forderten rund 100 Beschäftigte mit roten Fahnen und gelben Westen lautstark unter anderem eine "Corona-Prämie" als Anerkennung für die besonderen Belastungen und die besonderen Leistungen, so Bernhard Bytom von der Gewerkschaft Verdi.

Gewerkschaft: "Klinik-Stationen sind unterbesetzt"

An der Arbeitsniederlegung hätten sich viele der 2.100 Beschäftigten des Klinikums Fürth gar nicht beteiligen können, weil sie generell schon unterbesetzt seien, erklärte Bytom. Während des ganztägigen Warnstreiks ist im Klinikum Fürth eine Notversorgung gewährleistet.

Einschränkungen: Klinik-Betrieb im Wochenend-Modus

Trotzdem kommt es am Dienstag zu Einschränkungen für Patientinnen und Patienten. So seien drei von sieben OP-Sälen geschlossen. Der Schichtbetrieb auf den Stationen ist nach Angaben von Pflegeleiter Oliver Riedel auf Wochenend-Modus umgestellt worden und auch in der Diagnostik und der Physio-Therapie laufe es langsamer: "Die Sicherheit unserer Patienten ist nicht gefährdet und alle Notfallpatienten werden auch nach wie vor behandelt."

"Klatschen bezahlt keine Mieten"

Den Streikenden ist vor allem Respekt und Anerkennung wichtig. Die harte Arbeit, die sie während der Corona-Pandemie geleistet haben solle wertgeschätzt werden, so ein Mitarbeiter. Hohe Mieten ließen sich nicht durch klatschen bezahlen.

Gewerkschaften fordern 4,8 Prozent mehr Lohn

Verdi und der Beamtenbund DBB fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro. Mitte September war die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.

© BR/Sophia Ruhstorfer

Rund 100 Beschäftigte am Klinikum Fürth haben vor den Kliniktoren lautstark für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert.

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