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Klinikum Fichtelgebirge nutzt OP-Roboter bei Prostatabehandlung | BR24

© BR Abendschau

Als erstes Krankenhaus in Bayern operiert das Klinikum Fichtelgebirge Prostata-Krebs minimal-invasiv mit einem Roboter. Der schneidet per Wasserstrahl befallenes Gewebe ab. Nichts wird verödet, nichts erhitz - die Zeugungsfähigkeit bleibt erhalten.

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Klinikum Fichtelgebirge nutzt OP-Roboter bei Prostatabehandlung

Mehr als die Hälfte aller Männer über 50 leidet unter einer vergrößerten Prostata. Das Klinikum Fichtelgebirge in Marktredwitz bietet Patienten jetzt eine innovative Behandlungsmethode mit OP-Robotern an – als einzige Klinik in Bayern.

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Mit einem Roboter werden seit diesem Monat im Marktredwitzer Fichtelgebirgsklinikum gutartige, vergrößerte Prostatadrüsen behandelt. Der Roboter schneidet mit einem Wasserstrahl von bis zu 600 Bar Druck das überschüssige Gewebe der Prostata weg. Bei dem Verfahren entsteht im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden oder einem Laserschnitt keine Hitze.

Minimalinvasive Methode

Das bedeutet für den Patienten, dass die Funktionen des Penis, vor allem die Zeugungsgfähigkeit, weitgehend erhalten bleiben. Das "AquaBlation" genannte Verfahren wurde in den USA entwickelt, ist minimalinvasiv und wird unter einer Teilnarkose durchgeführt. Der Patient kann die Klinik nach wenigen Tagen wieder verlassen.

Vergrößerte Prostata hat unangenehme Folgen

Unter einer gutartig vergrößerten Prostata leidet in Deutschland etwa die Hälfte der Männer über 50. Die Zahl der Fälle steigt mit dem Lebensalter. Das überschüssige Gewebe schränkt die Funktionen des männlichen Gliedes ein: es drückt auf die Harnröhre, vermindert den Samenfluss und stört Erektion und Zeugungsfähigkeit - für viele Patienten die Hauptgründe für eine Behandlung.

Seit Mai wird das Verfahren in der Urologie im Fichtelgebirgsklinikum Marktredwitz praktiziert. Als momentan einziger Klinik in Bayern.