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Ostbayerische Kliniken auf Grippewelle vorbereitet | BR24

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Gerade Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind besonders gefährdet, an Grippe zu erkranken. Obwohl die Lage in Ostbayern noch relativ ruhig ist, bereiten sich die Kliniken auf die bevorstehende Grippewelle vor.

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Ostbayerische Kliniken auf Grippewelle vorbereitet

Gerade Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind besonders gefährdet, an Grippe zu erkranken. Obwohl die Lage in Ostbayern noch relativ ruhig ist, bereiten sich die Kliniken auf die bevorstehende Grippewelle vor.

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Die Zeit kurz vor Weihnachten ist immer auch Grippezeit. Viele ostbayerischen Kliniken bereiten sich deswegen jetzt auf die bevorstehende Grippewelle vor: Hier setzt man besonders auf die Grippeimpfung beim Klinikpersonal. Da Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Kliniken oft mit Grippepatienten zu tun haben, ist die Ansteckungsgefahr und Verbreitung besonders hoch.

Zwei Wochen bis zur vollständigen Schutzwirkung

In Niederbayern ist die Lage noch ruhig, doch im Donau-Isar-Klinikum sind die Vorbereitungen für die bevorstehende Grippesaison bereits in vollem Gange. Darauf verweist das Klinikum in einer Pressemitteilung. Das Donau-Isar-Klinikum Deggendorf hat sich für die bevorstehende Grippesaison vorbereitet. Laut Mitteilung des Klinikums haben sich in diesem Jahr deutlich mehr Mitarbeiter gegen Influenza impfen lassen als im Vorjahr. Laut Dr. Ziyad Hussein, dem Chef-Hygieniker des Klinikums Deggendorf, ist der Höhepunkt der Grippewelle nicht vor Weihnachten zu erwarten. Der Impfstoff braucht aber auch ungefähr zwei Wochen, um seine Schutzwirkung vollständig zu entfalten.

Geschwächte Patienten besonders gefährdet

In den Bereichen, wo Patienten mit geschwächtem Immunsystem untergebracht sind, gelten in Deggendorf besondere Vorsichtsmaßnahmen. Besucher müssen einen Mund- und Nasenschutz tragen. Zudem bittet das Klinikum Deggendorf alle Besucher, die Spender mit Desinfektionsmittel zu benutzen. Durch eine gründliche Desinfektion der Hände kann man sich selbst und andere schützen. Aktuell hat man in Deggendorf genügend Grippe-Impfstoff auf Lager. Der Impfschutz bei Influenza hält jeweils nur eine Saison (Dezember bis März).

Grippeimpfung bedeutet auch Schutz für die Klinik

Auch in Landshut werden die Mitarbeiter jedes Jahr auf die Grippeimpfung hingewiesen. Am Weidener Klinikum geht man aktiv auf das Klinikpersonal zu. Wie es heißt, sind hier fast alle Chefärzte gegen Grippe geimpft, auch im Pflegepersonal werden es immer mehr. Die Grippeimpfung beim Klinikpersonal dient nicht nur dem Eigenschutz, sondern auch dem Klinikschutz, wie es heißt: Damit nicht ständig Personal in der Grippesaison ausfällt.

Am Klinikum St. Joseph in Regensburg konnte die Impfrate des Personals ebenfalls gesteigert werden. Dazu hat vor allem das Impfmobil von Helfern aus der Notaufnahme und Klinikhygiene beigetragen: Mit dem Wagen – ausgestattet mit Infomaterial, Impfstoffen und Schokoriegeln – wollen sie hier gegen die mangelnde Impfbereitschaft gegen Influenza kämpfen.

Grippe kann tödlich enden

Bei Influenza treten plötzlich Fieber, Muskel- oder Kopfschmerzen auf. Die Grippe kann auch tödlich enden. Besonders gefährdet sind ältere Personen ab 60 Jahren, chronisch Kranke oder Schwangere. In der Grippewelle 2017/18 sind geschätzt 25.100 Menschen in Deutschland durch Influenza gestorben, wie es im Bericht des Robert-Koch-Instituts heißt. Das ist die höchste Zahl an Todesfällen in den vergangenen 30 Jahren.

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Eine Grippe ist eine gefährliche Erkrankung. Eine Impfung kann das Risiko einer Infektion senken. Die Politik will nun mit ganz neuen Wegen die Impfquoten in der Bevölkerung erhöhen. Können wir uns bald in der Apotheke impfen lassen?