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Am Klinikum Bayreuth haben die Reihentestungen begonnen

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    Klinikum Bayreuth sucht nach Gründen für Corona-Ausbruch

    Nach den diffusen Corona-Ausbrüchen am Klinikum Bayreuth gehen die Reihentestungen weiter. Zuvor war dort ein Corona-Patient behandelt worden, der aus beruflichen Gründen in Großbritannien war.

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    Von
    • Anja Bischof

    Im Klinikum Bayreuth und in der Betriebsstätte Hohe Warte gehen die Corona-Reihentestungen weiter. Am Samstagmorgen haben diese begonnen. Rund 3.300 Mitarbeiter sollen getestet werden. Mehr als zwei Drittel haben sich bisher testen lassen oder für eine Testung angemeldet. Die dreitägige Aktion endet am Montag. Hintergrund sind mehrere diffuse Covid-Ausbrüche im Klinikum, die nicht nachverfolgt oder in Zusammenhang gebracht werden konnten.

    Corona-Patient als Kraftfahrer in Großbritannien unterwegs

    Außerdem wurde bekannt, dass im Klinikum Bayreuth ein Corona-Patient behandelt worden ist, der zuvor als Kraftfahrer in Großbritannien gewesen war. Ob er mit einer Mutation des Corona-Virus infiziert war, ist noch nicht bekannt. Das Testergebnis stehe noch aus, so der Ärztliche Leiter des Klinikums Bayreuth, Thomas Rupprecht. Der Mann hat das Klinikum bereits verlassen. Er war in zwei unterschiedlichen Stationen behandelt worden.

    Prüfung des Lüftungskreislaufes als möglicher Viren-Verbreitungsweg

    Dem Ärztlichen Leiter Thomas Rupprecht geht es nach eigenen Angaben bei der aufwendigen Reihentestung um die Sicherheit seiner Mitarbeiter und Patienten. Das Klinikum sucht nach der Ursache für den massiven Ausbruch von Corona-Infektionen. Neben der Reihentestung der Mitarbeiter werden bisherige Hygiene-Maßnahmen auf den Prüfstand gestellt und weitere Verbreitungswege für das Virus gesucht. Dazu gehört beispielsweise auch der Lüftungskreislauf mit seinen Virenfiltern. Bisher wurde eine Mutation des Coronavirus im Klinikum nicht nachgewiesen.

    Unterstützung durch die Bundeswehr

    Für das Klinikum Bayreuth mit rund 100 COVID-Patienten wäre eine weitere Verbreitung des Virus fatal, egal, ob es sich dabei um eine Mutation handelt oder nicht. 150 Mitarbeiter befinden sich bereits aus unterschiedlichen Gründen im Krankenstand oder in Quarantäne. Für den Fall, dass noch mehr Mitarbeiter ausfallen, hat das Klinikum bereits bei der Bundeswehr um Unterstützung gebeten. Die Ergebnisse der Reihentestung werden kommende Woche erwartet.

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