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Klinikfusion zwischen Altötting und Mühldorf abgesegnet | BR24

© dpa/picture-alliance

Historische Altstadt von Burghausen im Landkreis Altötting - hier steht ein Krankenhaus der Kreiskliniken Altötting-Burghausen

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    Klinikfusion zwischen Altötting und Mühldorf abgesegnet

    Die Verhandlungen zur Klinikfusion der "Kreiskliniken Altötting-Burghausen" und der "Kliniken Kreis Mühldorf am Inn" sind mit Erfolg abgeschlossen worden. Das Gremium mit den zuständigen Landräten hat sich auf ein medizinisches Konzept geeinigt.

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    Die Klinikfusion zwischen Altötting und Mühldorf rückt in greifbare Nähe. Die Verhandlungsgruppen mit den Landräten von Altötting (Erwin Schneider, CSU) und Mühldorf (Georg Huber, CSU) an der Spitze, haben sich darauf geeinigt, mit Schwerpunktbildungen der vier Krankenhäuser ein tragfähiges medizinisches Konzept umzusetzen. Die Einigung sei ein Gewinn für beide Seiten, schreiben die Landräte in ihrer Pressemitteilung.

    Die Beschäftigten der Kreiskliniken Altötting-Burghausen und der Kliniken Kreis Mühldorf am Inn wurden am Vormittag zeitgleich über den aktuellen Stand der Fusion informiert. Für kommenden Samstag ist eine Pressekonferenz mit einer ausführliche Vorstellung des Konzepts der Klinikfusion geplant.

    Häuser in Altötting, Burghausen, Mühldorf und Haag

    Durch sinnvolle Schwerpunktbildungen soll das neue medizinische Konzept dazu führen, Doppelvorhaltungen aufzulösen und die vier Häuser in Altötting, Burghausen, Mühldorf und Haag für die Zukunft zu stärken. Die internistische, neurologische und chirurgische Notfallversorgung soll auf dem derzeitigen Stand gesichert werden.

    Verhandlungen über Servicegesellschaft laufen noch

    Bezüglich der geplanten Mühldorfer Servicegesellschaft "KMS GmbH" zeichne sich im Dialog mit den Arbeitnehmervertretern eine für beide Seiten tragfähige Lösung ab, so die Landratsämter. Aufgrund der noch laufenden Verhandlungen könne man dazu derzeit keine weiteren Details bekanntgeben.

    Zuletzt gab es Protestaktionen vor den Landratsämtern in Altötting und Mühldorf, mit denen Mitarbeiter der Kreiskliniken Altötting und Mühldorf aus der Abteilung Hauswirtschaft zusammen mit der Gewerkschaft ver.di verhindern wollten, dass bei der für Anfang 2020 geplanten Fusion eine Servicegesellschaft ("KMS GmbH" in Mühldorf) durch die Hintertür eingeführt wird.

    Altöttinger Hauswirtschafter befürchten Lohneinbußen

    Die Mitarbeiter in der Hauswirtschaft werden in Altötting nach Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst bezahlt, die Mitarbeiter der Servicegesellschaft werden in Mühldorf und Haag nach Tarifvertrag der Gebäudereinigung bezahlt – sie erhalten deutlich weniger Bezahlung pro Stunde als die Angestellten in Altötting und Burghausen, kein Weihnachtsgeld und sind nicht gut für die Rente abgesichert.