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Dekoramik: Klingenberger Traditionsunternehmen vor dem Aus? | BR24

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Die Firma Dekoramik in Klingenberg sucht nach Investoren. Das war aus Mitarbeiterkreisen bekannt geworden. Wie das Unternehmen bestätigt, werden alle Möglichkeiten geprüft, vom Verkauf bis zur Schließung wesentlicher Betriebsteile.

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Dekoramik: Klingenberger Traditionsunternehmen vor dem Aus?

Die Firma Dekoramik in Klingenberg am Main sucht nach möglichen Investoren. Das war aus Mitarbeiterkreisen bekannt geworden. Wie das Unternehmen bestätigt, werden alle Möglichkeiten geprüft, vom Verkauf bis zur Schließung wesentlicher Betriebsteile.

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"Bei der Dekoramik werden momentan alle Möglichkeiten untersucht von Verkauf bis hin zur Schließung von wesentlichen Betriebsteilen", teilt Sven Diekhof, CRO der Klingenberg Dekoramik GmbH, heute auf BR-Nachfrage mit. Aus Mitarbeiterkreisen war bekannt geworden, dass der auch unter dem Namen "Albertwerke" bekannte Keramikhersteller im Klingenberger Stadtteil Trennfurt (Lkr. Miltenberg) bis Mai einen Investor sucht. Man sei mit möglichen Investoren in Kontakt, bestätigt Diekhof, will sich aber nicht näher äußern "in Wahrung der Geheimhaltung eines potentiellen Käufers".

Traditionsunternehmen mit rund 100 Mitarbeitern

Gerüchte, das Werk stehe für einen Euro zum Verkauf, will er nicht bestätigen. Gut 100 Mitarbeiter sind bei Dekoramik beschäftigt. "Falls es zur Schließung von Teilbereichen kommt sind natürlich Mitarbeiter betroffen, zu diesem Zeitpunkt möchte das Unternehmen keine konkreten Zahlen nennen", sagte Sven Diekhof. "Natürlich werden diese Themen intern besprochen, auch mit dem Betriebsrat."

Produkte in Deutschland aber auch weltweit vertreten

Die Firma Klingenberg Dekoramik GmbH wurde im Oktober 1899 unter der Firmenbezeichnung "Albertwerke" (Thonindustrie AG) gegründet. Sie ist eigenen Angaben zufolge einer der führenden deutschen Hersteller von unglasierten keramischen Bodenfliesen und wurde 1995 vom italienischen Konzerns Ricchetti übernommen. 70 Prozent der Fliesen werden auf dem deutschen Markt vertrieben, über 25 Prozent der Produktion wird weltweit in Exportmärkten abgesetzt.