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Klimastreik: Viele Schulen sehen Kultusminister-Warnung gelassen | BR24

© picture alliance/Steffen Trumpf/dpa

Jugendliche halten bei einem "Fridays for Future" Klimastreik ein Transparent in der Hand.

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Klimastreik: Viele Schulen sehen Kultusminister-Warnung gelassen

Heute ruft "Fridays for Future" zum globalen Klimastreik auf. Kultusminister Piazolo warnt: Unentschuldigte Schüler könnten bestraft werden. Einige Schulen in Bayern setzen daher auf kreative Lösungen, um Schülern die Demo-Teilnahme zu ermöglichen.

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Heute soll die ganze Welt streiken - so zumindest der Plan der Bewegung "Fridays for Future". Bundesweit sind 400 Demonstrationen geplant, alleine in Oberbayern sind es mehr als 30 Aktionen und Kundgebungen.

Kultusminister Piazolo: Verweise, Nachsitzen oder Bußgelder

Laut Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) ist das Ziel der medialen Aufmerksamkeitaber schon längst erreicht.

"Insofern sehe ich überhaupt keine Notwendigkeit, nun während der Unterrichtszeit für Fridays for Future zu demonstrieren." Michael Piazolo, Kultusminister Bayern

In Bayern gilt die Schulpflicht und somit wird die Schulleitung entsprechend angemessen auf das Fehlen von Schülern reagieren, so Piazolo im Vorfeld. Maßnahmen wie Nachsitzen, Verweise und Bußgelder seien im Schulgesetz ausdrücklich vorgesehen.

Schulen finden kreative Lösungen für Tag des Klimastreiks

Einerseits müssen sich die Schulen an die Vorgaben des Kultusministeriums halten. Andererseits wird die Anweisung an einigen Schulen in Oberbayern sehr frei interpretiert:

  • Das Ammersee-Gymnasium in Dießen veranstaltet einen CO2-Tag. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler Vorträge zum Klimawandel halten, Rollenspiele machen und mit Landrat Thomas Eichinger diskutieren.
  • Das Maximiliansgymnasium in München veranstaltet am Freitag einen Wandertag. Es bleibt den Lehrern freigestellt, ob sie die Wanderung am Königsplatz enden lassen. Dort startet um 12 Uhr die zentrale Kundgebung in Bayern.
  • Das Münchner Gisela-Gymnasium hat sich dazu entschlossen, Kurzstunden abzuhalten, damit der Unterricht früher endet. Auf diese Weise können die Schülerinnen und Schüler an der Demo teilnehmen.
  • In Tutzing haben sich die Schulen mit den Kirchen, der Gemeinde und Naturschutzverbänden zusammengeschlossen und veranstalten den Tutzinger Klimatag. Schüler wollen Vorträge halten und Diskussionen führen. Auch die Tutzinger Bürgermeisterin Marlene Greinwald will sich beteiligen. Danach veranstaltet die Benedictus-Realschule für ihre Schüler einen Projekttag zum Thema "Klima und Natur".
  • In Neuburg an der FOS/BOS-Schule dürfen sich die Schüler befreien lassen. Sollten sie noch nicht volljährig sein, brauchen sie dafür die Erlaubnis der Eltern. Aber ganz ohne Arbeit kommen sie nicht davon: Nächste Woche sollen dann die Schüler im Unterricht präsentieren, was sie am Freitag bei der Demonstration erlebt haben.

Rund 25.000 Klima-Demonstranten in München

© BR

In München sind rund 25.000 Menschen für mehr Klimaschutz auf die Straßen gegangen. Die Organisatoren freuen sich.