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Klimastreik: Tausende Teilnehmer in Unterfranken erwartet | BR24

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Zum weltweiten Klimastreik am Freitag finden in sieben unterfränkischen Städten Demonstrationen statt. Allein die Würzburger "Fridays for Future"-Ortsgruppe rechnet mit mindestens 2.500 Teilnehmenden.

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Klimastreik: Tausende Teilnehmer in Unterfranken erwartet

Zum weltweiten Klimastreik am Freitag finden in sieben unterfränkischen Städten Demonstrationen statt. Allein die Würzburger "Fridays for Future"-Ortsgruppe rechnet mit mindestens 2.500 Teilnehmenden. Es wäre die bisher größte Klimademo in der Stadt.

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An sieben Standorten in Unterfranken finden Klimastreiks statt. Insgesamt wird dabei mit mindestens 4.500 Teilnehmenden gerechnet. Allein 2.500 Teilnehmer erwartet die Würzburger "Fridays for Future"-Ortsgruppe bei ihrer Klimademo. So viele Menschen kamen bislang noch zu keiner Klimademo in Würzburg.

Klimastreiks an sieben Standorten

Neben Würzburg finden auch in Aschaffenburg, Bad Neustadt, Gerolzhofen, Haßfurt, Lohr am Main und Schweinfurt Demonstrationen und Kundgebungen statt. In Schweinfurt haben die Veranstalter 300 Teilnehmer angemeldet. Zur selben Zeit findet auch eine Mahnwache am Schillerplatz statt. In Lohr am Main hat der Bund Naturschutz eine Demonstration mit 100 Teilnehmern angekündigt. In Aschaffenburg sind mehrere Versammlungen angemeldet. Nach einer Auftaktkundgebung gibt es ein Fahrradkorso und ab 12 Uhr die "Fridays for Future"-Demonstration ab dem Theaterplatz. Hierbei rechnen die Veranstalter mit etwa 1.500 Teilnehmern.

Auch in Bad Neustadt an der Saale, Gerolzhofen und Haßfurt finden Aktionen zum Klimaschutz statt. Die erwarteten Teilnehmerzahlen sind jedoch nicht bekannt. Insgesamt gibt es in Unterfranken elf Ortsgruppen von "Fridays for Future".

Größte Klimademo in Würzburg erwartet

Mit den meisten Teilnehmern rechnen die Veranstalter in Würzburg. Die dortige Klimademo startet am Hauptbahnhof und führt durch einen kleinen Abschnitt des Ringparks bis zum Kreisverkehr am Berliner Ring. Der Demonstrationszug geht weiter über die Ludwigstraße und die Theaterstraße zur ersten Kundgebung in der Eichhornstraße. Anschließend führt die Route unter anderem über die Juliuspromenade zum Unteren Markt, wo die Abschlusskundgebung stattfinden soll. Zahlreiche Organisationen und Initiativen – darunter auch Kirchengemeinden und Gewerkschaften – haben ihre Unterstützung für die Klimademo signalisiert.

Gewerkschaften rufen zum Verzicht auf Sanktionen auf

Der Würzburger Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) appelliert an Schulleiter, auf Schulstreiks mit Augenmaß zu reagieren und Schulstrafen in verpflichtende Teilnahmen an nachhaltigen Projekten umzumünzen. Dem Würzburger GEW-Vorsitzenden Jörg Nellen zufolge könne die GEW die Lehrer nicht mit einem Kampfbegriff wie Streik zur Arbeitsniederlegung aufrufen. Ebenso wie über Schüler oder Studierende freue er sich aber auch über jeden Lehrer, der in seiner Freizeit an der Demo teilnehme. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Würzburg unterstützt die Klimademo, ruft jedoch nicht ausdrücklich zu Arbeitsniederlegungen auf. Der Würzburger DGB-Sekretär Viktor Grauberger gehört zu den Rednern der Kundgebungen.

Mitarbeiter der Stadt dürfen demonstrieren

Die Stadt Würzburg betont in einer Mitteilung, dass sie das Engagement der "Fridays für Future"-Bewegung begrüßt. Die Stadtverwaltung ermögliche es deshalb den Mitarbeitern, an der Klimademo teilzunehmen. Die Arbeitszeit müsse aber im Rahmen der Gleitzeit nachgeholt werden, heißt es. Die Mitarbeiter der Missionsärztlichen Klinik dagegen müssen die entfallene Arbeitszeit nicht nachholen. Michael Kuhnert, dem Geschäftsführer der Klinik, zufolge müssen Beschäftigte keinen Urlaub nehmen und keine Überstunden opfern, um an der Demo teilzunehmen. Der Würzburger Weltladen öffnet wegen der Klimademo erst um 14 Uhr, um seinen Mitarbeitern die Teilnahme zu ermöglichen.